06 September 2007
Pressure-Groups für eine völkische Außenpolitik? – Zur Politik der Vertriebenenverbände

(Referent: Gerd Alt – Argumente und Kultur e.V. Bielefeld/Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)

Wer glaubt, dass die Vertriebenenverbände über 60 Jahre nach Kriegsende an Bedeutung verlieren, irrt sich. Nicht nur das der Status der „Vertreibung“ auf jüngere Generationen vererbt werden kann, der Einfluss der Verbände auf die deutsche (Außen-)Politik wächst. Seit vielen Jahren betreiben die Vertriebenenverbände ein erfolgreiche Lobbypolitik, z.Z. vor allem für das geplante „Zentrum gegen Verteibung“, das immer wieder zu Konflikten mit dem Nachbarland Polen führt. Der Referent wird die Poltitik der Verbände, ihren Volkstumsbegriff und ethnisch definierte Menschen- und Volksgruppenrechte in den Blick nehmen und aufzeigen, wo Anknüpfungspunkte für eine völkische Politik der extremen Rechten bestehen. Außerdem soll das Organisationsgeflecht der Verbände und bestehende Kontakte zu Rechtsradikalen offen gelegt werden.