17. Juni 2010
„Nicht mehr geduldet“
Abschiebungen von Roma und anderen Bürgerkriegsflüchtlingen in den Kosovo

(Referentin: Mitglied der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender)

Sie kamen auf der Suche nach Schutz – als Bürgerkriegsflüchtlinge hatten sie jedoch in Deutschland nie die Chance auf Asyl. Seit teilweise mehr als 20 Jahren leben sie nun im unsicheren Status der Duldung, nicht wenige sind hier geboren und aufgewachsen.
Rund 14.000 Menschen allein in Deutschland – knapp 250 sind es im Kreis Steinfurt – sollen nun in den kommenden Jahren in ein Krisengebiet abgeschoben werden, in dem ihnen ein Leben in Barackenlagern, auf Müllkippen oder mit Chemikalien verseuchten Böden droht. Roma werden in der Republik Kosovo als „Zigeuner“ diskriminiert und sind immer wieder rassistischen Angriffen und Beleidigungen ausgesetzt.

Die Veranstaltung möchte über die unzumutbaren Lebensbedingungen und die lebensbedrohlichen Gefahren im Krisengebiet Kosovo berichten und aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die von der Abschiebung bedrohten Nachbarinnen und Nachbarn zu unterstützten.