Archiv der Kategorie 'Allgemein'

3. Oktober: Antifaschistische Demo in Hamm

Hamm 03.10.2019 Zugtreffpunkt

Wie in den Vorjahren werden unsere Freund*innen vom Jugendbündnis Haekelclub590 am 3. Oktober 2019 eine antifaschistische Demonstration in Hamm (Westf.) durchführen. Wir möchten euch nahelegen, diese Demo nach Kräften zu unterstützen. Achtet auf Ankündigungen zur Anreise. Die Demo richtet sich nicht nur gegen den Rechtsruck im Allgemeinen, sondern ebenso gegen die Nazi-Aktivitäten in Hamm im Speziellen. So fand Mitte August erneut ein Rechtsrock-Konzert in der Nazi-Immobilie im Kentroper Weg 18 statt – unter den Augen der Ordnungsbehörden, die trotz zuvor erlassener Verbotsverfügung nicht einschritten, um das Konzert zu unterbinden.

Aus Münster wird es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug nach Hamm geben. Bringt eure Freund*innen mit und unterstützt mit uns die Antifaschist*innen in Hamm! Jetzt erst Recht – kein Raum für Nazis und Rassist*innen!
Treffpunkt ist um 12:15 Uhr auf Gleis 3 im Hauptbahnhof Münster.

Im Folgenden der Aufruf des Haekelclub 590 (mehr…)

“Offenes Bekenntnis zum extrem rechten ‘Flügel’” – AfD Münster lädt Andreas Kalbitz in den Kreis Steinfurt ein (Update)

+++Update 13.9.2019: Die AfD-Veranstaltung ist ausgefallen. Das Seecafé teilte mit, dass es sich „klar von rechtsextremer Politik“ distanziere und Menschen jeder Herkunft im Haus begrüße, dass in der Vergangenheit auch als Flüchtlingsunterkunft gedient habe. Wir begrüßen die couragierte Entscheidung des „Seecafes“.+++

Die AfD Kreisverbände Münster und Steinfurt bewerben für Freitag, den 13. September 2019, eine gemeinsame Veranstaltung mit Andreas Kalbitz, dem Vorsitzender der AfD Brandenburg, und dem nordrhein-westfälischen AfD-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen. Die Anmeldung zur Veranstaltung, deren Ort von der AfD vorab nicht veröffentlicht wird, läuft über die AfD Münster. [1]

Andreas Kalbitz war in den letzten Wochen mehrfach aufgrund seiner Neonazi-Biografie in den Schlagzeilen. [2a 2b] „Kalbitz ist tief in die Neonazi-Szene verstrickt. Auf neue Erkenntnisse über diese Verstrickungen – beispielsweise seine Teilnahme an einem Neonazi-Aufmarsch 2007 in Griechenland in einer Reisegruppe mit NPD-Funktionären – reagiert er stets mit hanebüchenden Ausflüchten. Dass die AfD Münster diesen in der Wolle gefärbten Neofaschisten nun eingeladen hat, sagt viel über die Entwicklung des Kreisverbandes aus“, so Merle Linkowski, Sprecherin der Antifaschistischen Linken Münster. (mehr…)

„Pien Kabache“ im September

Die Antifa-Kneipe „Pien Kabache“ startet im September erst um 22:30 Uhr – wie immer mit dem üblichen Angebot und freiem Eintritt. Zuvor gibt es aber ein besonders cooles Konzert mit:

Spirit Crusher (Mannheim)
Inspired by NYHC, the 90s and the Straight Edge

Slon (Trier/Koblenz/Luxembourg)
Early and raw 80’s Hardcore-Punk

13. September 2019 // Baracke Münster // Scharnhorststraße 100

19:30 Uhr: Einlass und veganes Essen
20:30 Uhr: Konzert
Ab 22:30 Uhr: Pien Kabache Antifa-Kneipe

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet. Wer Facebook nutzt, kann hier klicken.

Rechtsrock, rechter Terror und Sicherheitsbehörden: Unser Redebeitrag auf der Antifa-Kundgebung in Hamm

Am 17.08.2019 demonstrierten 80 Antifaschist*innen in Hamm gegen das Nazizentrum im Kentroper Weg 18 und ein dort stattfindendes Rechtsrock-Konzert. Unser Redebeitrag thematisiert die geänderte Strategie der Hammer Neonazis, die Gefährlichkeit von Rechtsrock-Netzwerken wie „Blood & Honour“ und die Verharmlosung des damit verbundenen rechtsterroristischen Netzwerks „Combat 18″ durch die Sicherheitsbehörden.

Der Kentroper Weg. Ein Wohngebiet in der Hammer Mitte. Mehrfamilienhäuser, Vorgärten, Mittelklassewagen. Eine ruhige Gegend. Doch diese Ruhe trügt. Denn mittendrin zwischen Spaßbad und Oberlandesgericht liegt eine der wichtigsten Immobilien der extremen Rechten in NRW: Das „Zuchthaus“ im Kentroper Weg 18, eine ebenso unscheinbare wie heruntergekommene ehemalige Tennisgaststätte in einem kleinen Hinterhof. Hier finden seit Jahren regelmäßig Rechtsrock-Konzerte, Infoveranstaltungen und Kneipenabende statt. Unbehelligt von Polizei und Stadtverwaltung haben sich die Hammer Neonazis wie Martin Böhne, Patrick Gerstenberger und Tim Hauptführer hier eine sichere Basis für ihre Aktivitäten geschaffen. (mehr…)

Kein Raum für Rechtsrock! Gemeinsame Anreise zur Antifa-Kundgebung in Hamm

Am kommenden Samstag, den 17.8.2019, soll in Hamm erneut ein Rechtsrock-Event im Nazizentrum im Kentroper Weg 18 stattfinden. Angekündigt sind die Bands „Sturmwehr“, „Blutlinie“ und „Snöfrid“, allesamt gut vernetzte Bands aus dem Umfeld des verbotenen Netzwerkes „Blood & Honour“ und dessen Nachfolgestrukturen. Antifaschist:innen aus Hamm und Umgebung wollen das auch dieses Mal nicht unkommentiert und ungestört über die Bühne gehen lassen. Das antifaschistische Jugendbündnis „haekelclub590″ ruft für 15:00 Uhr, dem Beginn des Nazifestes, zu einer Kundgebung vor dem Kentroper Weg 18 in Hamm auf. Treffpunkt in Hamm für alle Antifaschist:innen ist um 14:20 Uhr am Bahnhof Hamm (Willy Brandt Platz). Alle Infos hier.

Kein Raum für Rechtsrock

Unsere Freund:innen in Hamm leisten seit Jahren unermüdlich Aufklärungsarbeit zu den Umtrieben der größten Rechtsrock-Szene in NRW und deren internationaler Vernetzung. Die Stadt Hamm und die Polizei lassen die Nazis hingegen ungestört gewähren – in Hamm herrschen andere Verhältnisse als in Münster. Umso wichtiger ist es, nicht nachzugeben und die Leute vor Ort zu unterstützen. Wir organisieren daher eine gemeinsame Anreise aus Münster:

Treffpunkt ist am 17.8.2019 um 13:20 auf Gleis 3 im Hauptbahnhof Münster

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Versuchte Brandstiftung in Münster – Rassismus als Tatmotiv benennen und verfolgen!

Am Morgen des 16.07.2019 verhinderte ein aufmerksamer Zeuge möglicherweise eine rassistisch motivierte Brandstiftung an einer Unterkunft für wohnungslose Menschen in Münster. Nach Schilderungen der Polizei hatten zwei Männer, von denen einer einen roten Kunststoffbehälter bei sich führte, den Eingang der Unterkunft mit mehreren Müllcontainern blockiert. Augenscheinlich Vorbereitungen dafür, die Container und/oder die Unterkunft in Brand zu setzen. Als der Zeuge sie ansprach, flüchteten sie mit einem silbernen Kombi, riefen rassistische Parolen und drohten damit, wieder zu kommen. Die städtische Unterkunft für Menschen ohne Wohnung wurde bis Anfang des Jahres als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. (mehr…)

Nazis morden, der Staat schiebt ab. Redebeitrag auf der Kundgebung gegen Abschiebungen aus der ZUE Münster

Am 14.7.2019 folgten ca. 80 Menschen dem Aufruf des Bündnisses gegen Abschiebungen Münster zu einer Kundgebung vor der „Zentralen Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende“ (ZUE) in Münster.

Sie protestierten damit gegen immer rigorosere und brutalere Abschiebungen und Abschiebeversuche im Münsterland. In der letzten Woche war ein Abschiebeversuch gegen eine Familie von den Beamt*innen massiv eskaliert worden, Mitglieder der Familie wurden retraumatisiert und teils verletzt.

Die Kundgebung wurde von der Security der ZUE abgefilmt. Dies wurde von der anwensenden Polizei weder kontrolliert noch unterbunden. Bewohner*innen die eigentlich eine Rede halten wollten, haben sich daraufhin wegen der Kamera nicht mehr getraut, öffentlich zu reden. Eine Bewohnerin hat dennoch einen kleinen Beitrag gehalten, ohne auf die ZUE einzugehen.

Dieser und weitere Redebeiträge finden sich bei MuensterTube.
Unser Redebeitrag in ganzer Länge:

Nazis morden, der Staat schiebt ab.
Eine Parole. Ja. Eine Verallgemeinerung. Ja. Eine Zuspitzung? Nein. Leider nicht. Sondern eine Beschreibung der Realität in diesem Land. (mehr…)

Unser Redebeitrag vom 11. Juli 2019

Liebe Freundinnen und Freunde,

daran, wie der NSU-Prozess gelaufen ist, lässt sich viel kritisieren. Ich möchte nur auf einen Punkt hinweisen: Das vor einem Jahr in München gesprochene Urteil reduziert den NSU auf ein isoliertes Trio mit vier Helfern. Selbst der Angeklagte Andre Eminger, der nachweislich den engsten Kontakt zu den drei untergetauchten Nazis hatte, wurde nicht als Mitglied der terroristischen Gruppe gewertet. Nach dem Urteilsspruch kamen er, ebenso wie der Mitangeklagte Ralf Wohlleben, auf freien Fuß. Das Urteil sendete ein fatales Signal an die zahlreichen anderen Unterstützerinnen und Unterstützer aus. Es lautete: Es passiert euch nichts, ihr kommt damit davon. (mehr…)

Feindbild Feminismus – Vortrag mit Judith Goetz

Antifeministische Forderungen und Diskurse gehören untrennbar zur Politik der extremen Rechten. Die antifeministische Konstruktion ,natürlicher‘ Zweigeschlechtlichkeit, eine damit verknüpfte hierarchische Geschlechterordnung sowie die vermeintliche Natürlichkeit von Heterosexualität und biologischer Fortpflanzung sind Kernbestandteile extrem rechter Ideologiebildung Gleichzeitig sind solche Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität anschlussfähig an die Gesamtgesellschaft. Entsprechende Deutungen und Feindbilder begegnen uns ebenso in gesellschaftlichen Debatten rund um die Themen Gender, Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik. Die Feindbilder Feminismus und Gender als Symbol gesellschaftlichen Wandels kommt darüber hinaus eine Scharnierfunktion zwischen der extremen Rechten und der ‘Mitte der Gesellschaft’ zu. Ausgehend von konkreten Beispielen werden im Vortrag aktuelle Politiken gegen Feminismus, (dekonstruktivistische) Gender-Theorien und Gleichstellungspolitiken in den Blick genommen. Nicht zuletzt wird auch der Begriff Antifeminismus präzise erfasst und sein Verhältnis zum inzwischen weit verbreiteten Term ,Antigenderismus‘ kritisch diskutiert.

Die Referentin Judith Goetz (Wien) ist Literatur- und Politikwissenschafterin, Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit sowie des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Rechtsextremismus und Frauen*/Gender sowie Antifeminismus. Zuletzt erschienen die von ihr mit herausgegebenen Sammlbände „Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ’Identitären’“ (2017) und „Rechtsextremismus: Band 3: Geschlechterreflektierte Perspektiven“ (2019).

Samstag, 29. Juni 2019 // 19:30 Uhr
Leo:16-Kneipe // Herwarthstraße 7 // Münster

organisiert von: Antifaschistische Linke Münster in Kooperation mit dem Autonomen Frauenreferat des AStA der Uni Münster.

Hinweis der Veranstalter*innen: Mitglieder extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

AfD Kreisverband Münster relativiert erneut Verbrechen des Nationalsozialismus

Michael Jahn, Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbandes Münster, hat in einem Facebook-Post relativierende Äußerungen zur Reichspogromnacht gemacht und seine Partei auf eine Stufe mit den von den Nazis verfolgten Jüdinnen und Juden gestellt.

Jahn schrieb am 29. Mai 2019, dass seine Partei, wie alle anderen Parteien auch, in den nächsten Tagen ihre Plakate aus dem Europawahlkampf einsammeln müsse. Er beklagte sich über beschädigte Wahlplakate und setzte diese mit den von den Nazis in der Reichspogromnacht niedergebrannten Synagogen gleich. Sodann fragte er, ob die AfD für beschädigte Plakate zur Kasse gebeten werden, so wie die jüdischen Gemeinden von den Nazis zwangsweise die Abrisskosten für die zerstörten Synagogen übernehmen mussten.

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