Archiv der Kategorie 'Allgemein'

1. November: Wen erinnern? Wie gedenken?

„Wen erinnern? Wie gedenken? Antifaschistische Erinnerungsarbeit“

Erinnern und Gedenken an den Nationalsozialismus und seine Opfer ist immer Teil antifaschistischer Arbeit gewesen. Seit den 90er Jahren ist zudem die Frage nach der Auseinandersetzung mit rechter Gewalt nach 1945 und ihren Opfern in den Fokus gerückt. Inwiefern wird an diese Opfer erinnert? Welche Formen von Gedenkarbeit gibt es? Und welche gesellschaftliche Relevanz hat Erinnerungs- und Gedenkarbeit zu den jeweiligen Kontexten?
Aktivist:innen des antifaschistischen Projekts 271 und die Journalistin Heike Kleffner, die 2000 gemeinsam mit Frank Jansen die erste umfassende und seitdem mehrfach aktualisierte Recherche “Todesopfer rechter Gewalt seit 1990” veröffentlichte, werden mit uns über ihre Perspektiven auf antifaschistische Gedenkarbeit sprechen..

„Leo 16″ / Herwarthstraße 7 / Münster
Beginn: 19:30 Uhr

Hinweis der Veranstalter*innen: Mitglieder extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Aufruf gegen den Naziaufmarsch am 10.11.2018 in Bielefeld

+++ Naziaufmarsch in Bielefeld für inhaftierte Holocaustleugnerin am 10.11.2018 +++ Gemeinsame Anreise ab Münster. Infos folgen +++ Infoveranstaltung in Münster am 7.11.2018 +++

Remember History – Fight Fascism!

Vor 80 Jahren brannten am 9. November überall in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden geplündert, Wohnungen verwüstet und Jüdinnen und Juden angegriffen. Während und unmittelbar in Folge des Pogroms starben mehr als 1.300 Menschen. Auch in Münster wurde die Synagoge niedergebrannt, rund 20 Wohnungen und Geschäfte verwüstet. Nach dem Pogrom deportierte das Nazi-Regime mehr als 30.000 jüdische Männer in Konzentrationslager. Die Reichspogromnacht markiert den Übergang von der Verfolgung der Jüdinnen und Juden, die auch schon zuvor erheblichen Diskriminierungen und Repressalien ausgesetzt waren, hin zur bürokratisch organisierten Vernichtungspolitik des deutschen Faschismus. (mehr…)

7. November: Vortrag über HolocaustleugnerInnen

Netzwerk und Aktivitäten der HolocaustleugnerInnen

Nur zwei Tage nachdem die mehrfach wegen Holocaustleugnung verurteilte Ursula Haverbeck im Mai eine Haftstrafe antreten musste, marschierten 400 Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet vor der Justizvollzugsanstalt in Bielefeld-Ummeln auf und solidarisierten sich mit Haverbeck.

Zehn Jahre zuvor, am 7. Mai 2008, war vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble das „Collegium Humanum“ in Vlotho wegen „fortgesetzter Leugnung des Holocaust“ verboten worden. Die 1963 von Werner Georg Haverbeck und Ursula Haverbeck-Wetzel gegründete „Heimvolkshochschule“ hatte sich im laufe ihrer Geschichte zu einem Zentrum der europäischen und internationalen Holocaustleugnung entwickelt. Doch auch nach dem Verbot setzte Ursula Haverbeck ihre Aktivitäten fort.

Für die extreme Rechte nach 1945 stellt der nationalsozialistischen Massenmorde vor allem an jüdischen Menschen, aber auch an Sinti und Roma, an Homosexuellen, an Menschen mit Behinderungen und an politischen Gegnerinnen und Gegnern ein zentralen Hindernis für das bruchlose Anknüpfen an den Nationalsozialismus dar. Bis heute stellen deshalb Neonazis das Vernichtungslager Auschwitz als Propaganda-Lüge dar und versuchen mit pseudowissenschaftliche Gutachten oder Berechnungen die historische Faktizität des Holocaust zu widerlegen.

Anlässlich des 90. Geburtstag Ursula Haverbecks mobilisieren Nazis nun abermals zu einer „Solidaritäts-Demonstration“ nach Bielefeld. Am 10. November wollen sie ab 13 Uhr in der Stadt aufmarschieren und einen Tag nach dem 80 Jahrestag der Novemberpogrome den Holocaust leugnen, relativeren und den Nationalsozialismus verherrlichen. Es wird vermutlich der größte Naziaufmarsch in diesem Jahr in NRW.

Ein Referent von „Argumente & Kultur gegen Rechts e.V.“ wird über die Strategien, Aktivitäten und Bedeutung der HolocaustleugnerInnen-Netzwerke informieren. Im Anschluss folgt ein kurzer Teil mit Informationen zu den antifaschistischen Gegenaktivitäten in Bielefeld.

„Leo 16″ / Herwarthstraße 7 / Münster
Beginn: 19:30 Uhr

Hinweis der Veranstalter*innen: Mitglieder extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

3. Oktober: Antifaschistische Demo in Hamm


Am 3. Oktober 2018 wird erneut eine antifaschistische Demonstration, organisiert vom Bündnis Haekelclub590, in Hamm stattfinden. Wir unterstützen das Anliegen dieser Demo und rufen euch auf, mit uns nach Hamm zu fahren.

Anreisetreffpunkt: 13 Uhr, Gleis 3, Hauptbahnhof Münster

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des lokalen Vorbereitungskreises (mehr…)

Seebrücken-Demo am 15. September 2018

Ein Rückblick auf 10 Jahre ALM

Im Januar 2008 gründete sich die Antifaschistische Linke Münster. Entstanden sind wir aus einem Vorläuferprojekt, der Antifaschistischen Aktion Münster, die nur ein Jahr lang bestand. Wir starteten mit dem Anspruch, eine öffentlich wahrnehmbare und ansprechbare Antifa-Gruppe in der Stadt werden zu wollen. In unserem ersten Jahr waren wir sehr aktiv, mobilisierten zu zahlreichen Protesten, führten die monatliche Veranstaltungsreihe mit dem Namen „Searchlight“ fort, organisierten ein Konzert am 8. Mai, dem Tag der Befreiuung vom Faschismus und vieles mehr. Anlässlich unseres 10-jährigen Geburtstags werden wir nun 10 plus 1 Schlaglichter auf zehn Jahre Antifa-Arbeit in unserer Stadt werfen. Wir haben Aktionen und Erreignisse ausgewählt, die auch rückblickend betrachtet wichtig für unsere Gruppe waren. Natürlich fallen bei der Auswahl viele Dinge unter den Tisch. In der Gesamtheit entsteht dann aber doch ein Eindruck davon, wie vielfältig Antifa-Arbeit ist. (mehr…)

Große Soli-Tombola am 14.09. – Danke an alle Spender*innen

Auch wenn wir uns sonst eher Anhänger*innen der Theorie der „angreifbaren Traditionspflege“ sind, gibt es doch Dinge, die auch wir gerne etablieren: Wie auch bei unserem 5-jährigen Jubiläum wird es bei unserer 10 Jahresfeier am 14.09. eine große Soli-Tombola mit tollen Preisen geben. Hier ein kleiner Vorgeschmack und ein großes Dankeschön an alle unsere Spender*innen!

(mehr…)

4. Oktober: Antifa Podiumsgespräch¶

„Schon wieder ein Naziaufmarsch“ Antifa-Arbeit zwischen Abwehrkampf und Aufbau eigener Strukturen

Wie gestaltet sich Antifa-Arbeit in Städten mit einer gut organisierten, gewalttätigen und international vernetzten Neonaziszene? Welche Aspekte von Antifa-Arbeit sind neben der extrem rechten Szene oftmals nicht sichtbar? Wer denkt bei Dortmund und Hamm schon an linke Kneipen, Veranstaltungen oder regionale und überregionale Vernetzung? Gibt es stadtpolitischen Faktoren die hilfreich bei der Bekämpfung der extremen Rechten sind? In einem Gespräch mit Aktivist:innen aus Hamm und Dortmund stellen wir viele Fragen und sprechen über den Alltag von Antifa-Arbeit zwischen Naziaufmärschen, rechter Gewalt und Elektroparties.

„Leo 16″ / Herwarthstraße 7 / Münster
Beginn: 19:30 Uhr

Hinweis der Veranstalter*innen: Mitglieder extrem rechter und rechtspopulistischer Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Konzert und Party „10 Jahre Antifa Linke Münster“

In diesem Jahr gibt es unsere Gruppe schon 10 Jahre. Wenn das kein Grund zum Feiern ist – und wir laden euch herzlich dazu ein!

Am 14. September 2018 steigt im Triptychon am Hawerkamp unsere Geburtstagsparty. Freut euch auf Auftritte von diesen großartigen Bands:

Svffer (Münster)
Grenzwert (Osnabrück)
Conta (Münster)
Postford (Bremen)

Im Anschluss geht die Sause dann mit verschiedenen DJ*anes weiter, u.a. den legendären „Glittergewitter“ (90sTrash/Punk), die die ebenfalls ihr 10-jähriges feiern können. Außerdem legen DJ redredred (Elektro/Techno) sowie das „DJ Team Action Punk“ aka „Comander Jole“ und „Dr. HC Hagemann“ (80s/Punk) auf. Euch erwartet zudem eine großartige Tombola, zu den Preisen und den großzügigen Spender*innen werden wir bald mehr verraten.

Einlass: ab 19 Uhr
Eintritt: 8 Euro

Ebenfalls aus Anlass unseres 10-Jährigen machen wir seit Juli eine spannende Veranstaltungsreihe.

AfD-Politiker aus dem Münsterland und die rassistische Mobilisierung in Chemnitz

AfD-Politiker aus dem Münsterland verteidigen die rassistische Mobilisierung nach dem Mord in Chemnitz, wo sich in den vergangenen Tagen tausende Neonazis, rechte Hooligans, Pegida-Anhänger*innen und AfD-Sympathisant*innen auf der Straße versammelten. Die unterbesetzte sächsische Polizei hatte die Lage stellenweise nicht unter Kontrolle. Ein Teil der Teilnehmenden ging auf Hetzjagd gegen Ausländer*innen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Christian Blex aus dem Kreis Warendorf bezeichnet die rassistischen Demonstrationen als „spontanen Widerstand“ [1] und ruft zu weiteren Aktionen auf. [2] Der Münsteraner AfD-Ratsherr Martin Schiller kommentiert die Ereignisse in Chemnitz mit den Worten „Irgendwann wird Volkes Wut nicht mehr zu stoppen sein.“ [3] (mehr…)