Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Eine vertane Chance oder warum immer noch mit Rechten reden?

Am Montag fand – begleitet von Protesten – eine „Wahlarena“ im Schloss statt, an der neben den Europawahlkandidat*innen von CDU, SPD, FDP und Grünen auch der AfD-Kandidat Martin Schiller teilnahm. Seit längerer Zeit fordern Antifaschist*innen der AfD keine Bühne zu bieten, sondern sie und ihre politischen Überzeugungen überall dort auszugrenzen, wo dies möglich ist. Doch noch immer wird dann reflexhaft erwidert, man müsse doch mit den Rechten reden, man könne sich doch der Auseinandersetzung nicht entziehen, man dürfe doch eine (von einem Teil der Stimmberechtigen) gewählte politische Partei nicht ausschließen.

Es ist geradezu absurd: Je stärker sich die AfD radikalisiert, je einflussreicher der faschistische Flügel um Björn Höcke und Co wird und um so lautstärker sie mit rassistischen Parolen aufwartet, desto penetranter werden die Forderungen, mit den Rechten doch bitte zu reden. Doch reden worüber? Und wozu? Klare Kante und unmissverständliche Haltung sind stattdessen angesagt. Fehlt es daran, so wird die weitere Normalisierung der AfD begünstigt. (mehr…)

Gemeinsame Presseerklärng antifaschistischer Gruppen zum 8. April 2019

Die antifaschistischen Gruppen Antifaschistische Linke Münster, eklat Münster und Interventionistische Linke Münster kritisieren die Teilnahme des AfD-Vertreters Martin Schiller an der von der JEF, der Stadt Münster und der Europa Union veranstalteten Podiumsdiskussion im Münsteraner Schloss am Montag, den 8.4.2019. Sie fordern gemeinsam den konsequenten Ausschluss extrem rechter Parteien bei solchen öffentlichen Veranstaltungen. (mehr…)

„Verharmlosung des Nationalsozialismus und Frauenhass“

Der AfD-Ratsherr Martin hat in einem Facebook-Post den Nationalsozialismus verharmlost und zugleich auf unerträgliche Weise gegen die Jugendbewegung „Fridays for Future” und deren Aktivistin Greta Thunberg gehetzt. Am 23. März 2019 postete er eine Fotomontage, die Thunberg in der Uniform des „Bundes Deutscher Mädel“, der weiblichen „Hitlerjugend“, zeigt. Darüber prangt in Frakturschrift der Satz „Jugend dient dem Klima“, darunter „#fridaysforfuture.“ Als Vorlage des Plakates diente ein Propagandaplakat der NSDAP aus dem Jahr 1939.

Ab 1936 wurde unter dem Leitmotto „Jugend dient dem Führer” alle „arischen“ Kinder ab 10 Jahren verpflichtet, den Organisationen der „Hitlerjugend“ beizutreten. Ziel der Nazis war die Indoktrination aller Kindern und Jugendlichen im Sinne der faschistischen Ideologie und des „Führerprinzips“. Die Jungen sollten zudem mittels „Wehrsport“ auf den Krieg, die Mädchen mittels Hauswirtschaftskursen auf die ihnen zugedachten „Mutterrolle“ vorbereitet werden.Die Gleichsetzung einer progressiven, internationalen Jugendbewegung mit der ‚Hitlerjugend‘ ist inakzeptabel und geschichtsrevisionistisch. Dadurch verharmlost Martin Schiller die Nazi-Diktatur und ihre Verbrechen. (mehr…)

Unser Redebeitrag auf der Kundgebung gegen den Sarrazin-Auftritt in Münster-Hiltrup

Liebe Freundinnen und Freunde,

als wir vom „Keinen Meter“-Bündnis das letzte Mal an diesem Ort protestierten, fand in der Stadthalle eine Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl 2017 statt. Eingeladen hatte damals die AfD. Und es stellt sich die Frage, warum nicht auch heute die AfD als Veranstalterin auftritt. Sicherlich, Thilo Sarrazin ist nicht Mitglied dieser Partei und weigert sich noch immer aus der SPD auszutreten – die sozialdemokratische Partei hat es noch immer nicht geschafft, Sarrazin ihrerseits rauszuwerfen.

Sarrazin bleibt also bis auf Weiteres in der SPD – und er denkt gar nicht daran, aktiver Politiker einer anderen Partei zu werden. Das war auch auch vor gut 10 Jahren nicht anders. Damals entbrannten die Sarrazindebatten – ausgelöst durch ein Interview in der Kulturzeitschrift „Lettre International“ und wenig später durch die Veröffentlichung des Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“. Im September 2010 ergab eine Meinungsumfrage, dass 18 Prozent der Deutschen eine „Sarrazin-Partei“ wählen würden. Doch diese Partei existierte damals nicht. (mehr…)

Sarrazin kommt: Kein Platz für Rassismus, rechte Hetze und soziale Ausgrenzung

Am Dienstag, den 19. März 2019 veranstaltet der marktradikale Hayek Club Münsterland eine Veranstaltung mit Thilo Sarrazin in der Stadthalle-Hiltrup. Dagegen richtet sich eine Protestkundgebung, die um 18 Uhr vor der Stadthalle beginnt. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat folgenden Aufruf veröffentlicht (mehr…)

Feministische Aktionen in Münster

Im März 2019 finden anlässlich des Internationalen Frauenkampftags sowie dem jährlichen Aufmarsch von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen verschiedene feministische Aktionen und Veranstaltungen in Münster statt, die wir euch gerne ans Herz legen wollen:

8. März 2019: Frauen*streik

In diesem Jahr wird am Internationalen Frauenkampftag auch in Deutschland ein Frauen*streik stattfinden. Mehr Informationen hier.

9. März 2019: Feministische Demonstration

Im Aufruf heißt es: „Wir rufen alle Frauen*, Queers und Feminist*innen dazu auf, sich am 9. März in Münster lautstark bemerkbar zu machen und sich der Demo anzuschließen!Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der wir weder diskriminiert noch unterdrückt oder ausgebeutet werden. Wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten.Unser Feminismus ist antirassistisch, antikapitalistisch und kämpferisch!“

12 Uhr – Hauptbahnhof/Windhorststraße

Mehr Informationen hier.

16. März 2019: Demo gegen den „1000 Kreuze Marsch“

Im Aufruf zur Demonstration heißt es: „Am Samstag, den 16. März, planen Abtreibungsgegner*innen einen Marsch durch Münster. Dieser sogenannte 1000 Kreuze-Marsch vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, Mitglieder der AfD und andere ultra-konservative Organisationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Frauen das Recht absprechen, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie wollen einen Schwangerschaftsabbruch als unmoralisch oder sogar als Mord darstellen und fordern das totale Verbot und die Bestrafung von Betroffenen und Ärzt*innen. Hinter dem jährlichen Marsch steckt das Netzwerk „EuroProLife“, das seit vielen Jahren in der ganzen Republik Frauenberatungsstellen und Ärzt*innen terrorisieren. (…) Es ist an der Zeit, gemeinsam den rückwärts gewandten Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden Einfluss zu stoppen. Wir leben in vielfältigen Zusammenhängen: in Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder. Gerade in Zeiten, in denen rechte Gruppen versuchen, ein Frauenbild aus dem 19. Jahrhundert durchzusetzen, braucht es ein starkes Signal für sexuelle Selbstbestimmung. Deshalb rufen wir zur Teilnahme an den Gegenprotesten am 16. März auf.“

13:30 Uhr – Hauptbahnhof/Windhorststraße

Mehr Informationen hier

23. März: Antifa-Demo in Dortmund-Westerfilde

Am 23. März 2019 findet in Dortmund-Westerfilde eine antifaschistische Demonstration statt. Sie wendet sich vor allem gegen die Neonazis, die dort wohnen, und gegen die, die versuchen, einen Fuß in den Stadtteil zu bekommen. Das Bündnis BlockaDO und die Autonome Antifa 170 aus Dortmund rufen dazu auf, unter dem Motto „Gegen Nazis – auch in Westerfilde“ auf die Straße zu gehen.

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf:

Warum ausgerechnet Westerfilde?

Wenn man an Dortmund und seine Nazis denkt, fällt den meisten vermutlich zuerst der Ortsteil Dorstfeld ein. Jener Stadtteil, in dem vor allem in der Thusnelda- und der Emscherstraße einige Nazis wohnen. Ein Besuch in Dorstfeld lohnt immer mal wieder, doch darüber hinaus sollten die anderen Dortmunder Vororte nicht vergessen werden. Denn die Nazis bemühen sich seit Längerem um den Dortmunder Westen.

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Pien Kabache im März

Am 8. Februar öffnet unser monatlicher Kneipenabend wieder die Tore. Wie immer bieten wir euch günstige Getränke und punkige Musik. Kommt vorbei.

If you are sexist, racist, homophobe or basically an asshole, you‘re not welcome!!!

8. Februar 2019
20 Uhr / Baracke / Scharnhorststraße 100 / Münster

Unser Grußwort auf der Kundgebung am 22. Februar

Liebe Freundinnen und Freunde,

es tut gut, auch heute wieder so viele von euch zu sehen. Es ist wichtig, dass wir heute hier gemeinsam gegen eine extrem rechte Partei wie die AfD demonstrieren und sagen: Es ist weder normal noch akzeptabel, dass es diese Partei gibt. Es ist nicht normal, dass sie ihre menschenverachtende Propaganda verbreitet. Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Autoritarismus und soziale Ausgrenzung sind weder normal noch in irgendeiner Weise akzeptabel!
Und obwohl wir so viele sind, müssen wir uns doch fragen, warum die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre so stark von der AfD und dem Rest der extremen Rechten geprägt werden konnte.
Ein Teil dieser Antwort ist, dass es nicht reicht, uns auf Events wie diesen zu positionieren. Wir müssen unseren Widerstand gegen den Rechtsruck in unserem Alltag verankern. Wir müssen weiter denken, als bis zu einem „Fuck AfD“ – auch wenn das ein guter Anfang ist. Wir müssen unsere Vorstellungen von einer besseren Gesellschaft auf Basis von Solidarität und ohne Diskriminierung offen vertreten, beherzt dafür streiten und auch mal mit den bestehenden Regeln brechen. Und das jeden Tag.

Deshalb wollen wir unser Grußwort heute explizit an diejenigen senden, die das bereits tun und jeden Tag gegen den Rechtsruck und für eine bessere Gesellschaft kämpfen:
An alle, die ihr eigenes Leben und ihre Freiheit riskieren, um Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten.
An alle, die vor Ort ganz praktische Hilfe leisten – ob durch Sprachkurse oder Unterstützung beim Gang zum Amt.
An alle, die Solidarität organisieren und Abschiebungen verhindern – ob vor Gericht, im Kirchenasyl oder in einer Blockade.
An alle, die Widerstand gegen die Ausbeutung und Zerstörung der letzten verbleibenden Ressourcen dieses Planeten leisten – ob im Hambacher Forst, vor der Urenco in Gronau oder in den Bergen von Chiapas.
An alle, die für die radikale Einsicht eintreten, dass Frauen auch Menschen sind – ob im Kampf gegen die NS-Paragrafen 218 und 219a, gegen religiöse FundamentalistInnen jeglicher Coleur oder für die Anerkennung von Geschlechterdiversität und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
An alle, die recherchieren, kritisch hinterfragen und sich dann einmischen – ob im Netz, in der Redaktion oder Undercover.
An alle, die an unserer Stelle Menschlichkeit und Freiheit gegen die Barbarei verteidigen und deren einzige Freunde und Freundinnen nun doch wieder nur die Berge zu sein scheinen.
An alle, die Nazis ganz praktisch das Leben zur Hölle machen – im Parlament, im Stadion, im Kiez und auf dem Dorf!
Ihnen gilt unsere Solidarität und unsere Unterstützung! Gemeinsam gegen den Rechtsruck! Siamo tutti antifascisti!

22.Februar: Protest gegen den AfD-Neujahrsempfang in Münster

Am 22. Februar 2019 möchte die AfD erneut einen „Neujahrsempfang“ im Münsteraner Rathaus abhalten. Als Redner soll der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen auftreten. Beim letzten AfD-„Neujahrsempfang“ vor zwei Jahren protestierten dagegen 10.000 Menschen. Auch in diesem Jahr werden wir ein starkes Zeichen gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Gesellschaft setzen.

Das „Keinen Meter“-Bündnis bietet drei Anlaufpunkte für Protest:

1) Am Servatiiplatz startet um 16:30 Uhr die Kundgebung „United against Rechtsruck“. Dort werden wir eigene Inhalte setzen. Im Anschluss geht es von hier in Richtung Abschlusskundgebung.

2) Parallel dazu startet um 16:30 Uhr am Hauptbahnhof die Tanz-Demo „Raven gegen Rechtsruck“. Sie führt zur Stubengasse.

3) Die Großkundgebung mit Live-Musik auf dem Prinzipalmarkt beginnt pünktlich um 17:30 Uhr, bevor die AfD um 18 Uhr mit dem Einlass zu ihrer Veranstaltung beginnt.

Mehr Infos auf der Bündnis-Website.

Im Folgenden der komplette Aufruf (mehr…)