Neonazi und IB-Kader bei der „Münsterer Burschenschaft Franconia“

Der Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ (IB) Robert Malcoci ist im Wintersemester 2017/2018 Mitglied der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ geworden. Malcoci stammt aus einer Familie von Neonazi-Aktivist*innen, sein Vater Christian war über viele Jahre einer der einflussreichsten Neonazis in Westdeutschland. Seine Mutter Maria-Luise Süß-Lindert ist ebenfalls aktive Neonazistin. Wie seine beiden Brüder Karl und Timm bewegte sich der 1993 geborene Robert Malcoci in den Kreisen um die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) sowie, nach deren Verbot im Jahr 2012, im Umfeld der „Die Rechte“. Seit 2014 ist er bei der IB aktiv, zuerst in Niedersachsen, später dann in Aachen. Dass sich Robert Malcoci ausgerechnet der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ angeschlossen hat, dürfte kein Zufall sein. Sie ist die einzige Studentenverbindung der Stadt, die noch im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) organisiert ist und steht selbst weit rechtsaußen. In ihrem völkischen Nationalismus gleichen sich IB, Burschenschaft und Neonazis stark. Vom Bedeutungszuwachs der AfD profitierten auch die Burschenschaften. Mittlerweile ist einn Netzwerk aus Burschenschaften, „Identitärer Bewegung“ und AfD entstanden, das sich auch in Münster findet. So nahm Robert Malcoci mit weiteren Burschenschaftlern sowie Mitgliedern der AfD bzw. der Jungen Alternative am 1000-Kreuze-Marsch im März in Münster statt. Das Foto oben zeigt Malcoci (hinten, 2. v.l.) zusammen mit Alexander Leschik (hinten links), dem stellvertretenden Sprecher der AfD Münster.

Über die Verbindung der „Franconia“ ins extrem rechte Milieu berichtet aktuell der Münster-Blog „Die Wiedertäufer“.

Ausführliche Informationen zu Robert Malcoci sowie eine politische Einordnung von IB und Burschenschaft findet ihr in unserem Text auf dem Blog Münsterland rechtsaußen.


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