Archiv für April 2018

Unser Redebeitrag auf der „Keinen Meter“-Kundgebung am 25. April 2018 in Münster

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir stehen heute Abend gemeinsam hier, weil die AfD eines der letzten Schlupflöcher nutzt, das sie hat, um Veranstaltungen in öffentlichen Räumen durchzuführen. Denn genauso wie die große Mehrheit der Münsteranerinnen und Münsteraner haben die Gastwirtinnen und Gastwirte in Münster keinen Bock auf die AfD. Mit Ausnahme des Kellers der wenig repräsentativen Gaststätte „Uppenberg“ und der fernab gelegenen „Villa Rinaudo“ findet die AfD in Münster keinen Raum mehr für ihren reaktionären Mix aus Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Revisionismus und Antisemitismus. Deshalb greift sie nun auf den letzten Strohhalm zurück, der ihr bleibt: Das Gleichbehandlungsprinzip aller Parteien im Münsteraner Rat. (mehr…)

Kein Raum in der Stadtbücherei für die AfD und rechtsradikale Vordenker!

Die AfD wird am Mittwoch, den 25. April 2018 in der Stadtbücherei Münster einen Vortrag mit Karlheinz Weißmann, einem der wichtigesten Vordenker der extremen Rechten, abhalten. Das „Keinen Meter den Nazis“-Bündnis ruft zu einer Protestkundgebung auf, die um 19 Uhr vor der Stadtbücherei beginnen wird. Bitte kommt zahlreich.
Im Folgenden der Aufruf zu der Kundgebung. (mehr…)

8. Mai: Erinnern heißt Handeln

Gemeinsam mit der VVN/BdA und vielen weiteren Gruppen, die sich mit uns im „8. Mai Bündnis“ zusammengeschlossen haben, veranstalten wir auch in diesem Jahr die traditionelle Gedenkkundgebung am 8. Mai - dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus! Die Kundgebung startet um 18 Uhr am Zwinger an der Promenade/Ecke Kanalstraße, der während der NS-Zeit als Gestapo-Gefängnis missbraucht wurde. Es wird verschiedene Rede- und Kultur- und Musikbeiträge geben.

Am 13. Mai laden wir dann gemeinsam mit dem Autonomen Frauenreferat des AStA der Uni Münster in das Kino „Cinema“ an der Warendorfer Straße ein. Dort präsentieren wir den Film „Liza ruft“ – einen Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Fania Yocheles-Brantsovskaya war 19 Jahre alt als die Wehrmacht 1941 in ihre Heimatstadt Vilnius einfiel. Sich der deutschen Vernichtungspläne bewusst, schloss sich Fania der jüdischen Widerstandsgruppe „Fareinikte Partisaner Organisatzije (FPO)“ an. „Liza ruft!“ wurde die Losung für ihren Kampf. Im Gespräch mit Fania, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen zeichnet LIZA RUFT! das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau.Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch mit dem Filmemacher Christian Carlsen. Karten gibt es an der Kinokasse.

Neonazi und IB-Kader bei der „Münsterer Burschenschaft Franconia“

Der Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ (IB) Robert Malcoci ist im Wintersemester 2017/2018 Mitglied der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ geworden. Malcoci stammt aus einer Familie von Neonazi-Aktivist*innen, sein Vater Christian war über viele Jahre einer der einflussreichsten Neonazis in Westdeutschland. Seine Mutter Maria-Luise Süß-Lindert ist ebenfalls aktive Neonazistin. Wie seine beiden Brüder Karl und Timm bewegte sich der 1993 geborene Robert Malcoci in den Kreisen um die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) sowie, nach deren Verbot im Jahr 2012, im Umfeld der „Die Rechte“. Seit 2014 ist er bei der IB aktiv, zuerst in Niedersachsen, später dann in Aachen. Dass sich Robert Malcoci ausgerechnet der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ angeschlossen hat, dürfte kein Zufall sein. Sie ist die einzige Studentenverbindung der Stadt, die noch im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) organisiert ist und steht selbst weit rechtsaußen. In ihrem völkischen Nationalismus gleichen sich IB, Burschenschaft und Neonazis stark. Vom Bedeutungszuwachs der AfD profitierten auch die Burschenschaften. Mittlerweile ist einn Netzwerk aus Burschenschaften, „Identitärer Bewegung“ und AfD entstanden, das sich auch in Münster findet. So nahm Robert Malcoci mit weiteren Burschenschaftlern sowie Mitgliedern der AfD bzw. der Jungen Alternative am 1000-Kreuze-Marsch im März in Münster statt. Das Foto oben zeigt Malcoci (hinten, 2. v.l.) zusammen mit Alexander Leschik (hinten links), dem stellvertretenden Sprecher der AfD Münster.

Über die Verbindung der „Franconia“ ins extrem rechte Milieu berichtet aktuell der Münster-Blog „Die Wiedertäufer“.

Ausführliche Informationen zu Robert Malcoci sowie eine politische Einordnung von IB und Burschenschaft findet ihr in unserem Text auf dem Blog Münsterland rechtsaußen.

13.04.: Gemeinsam Anreise nach Ahlen – kein ruhiges Hinterland für Rassist*innen!

Am Freitag, den 13.04.2018, hat die AfD die Stadthalle in Ahlen angemietet, um dort eine größere Saalveranstaltung durchzuführen. Dieses Mal hat sich der Kreisverband Warendorf, dessen Vorsitzender Christian Blex kürzlich als gern gesehener Gast des syrischen Regimes auf sich aufmerksam machte, einen besonders prominenten AfD-Vertreter eingeladen: Björn Höcke.

Wie auch bei den letzten Veranstaltungen der AfD in Ahlen regt sich Protest gegen die rassistische, nationalistische und reaktionäre Politik der Partei. Ab 17 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Rathausvorplatz, direkt vor dem Veranstaltungsort der AfD, angemeldet.

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Infoupdate: Keine Homezone für Nazis! Gegen den Naziaufmarsch in Dortmund am 14.04.!

In drei Tagen wollen hunderte Nazis aus ganz Europa auf Einladung der lokalen Nazikleinstpartei „Die Rechte“ in Dortmund aufmarschieren. Dagegen regt sich Widerstand: Antifaschistische Gruppen aus NRW und dem ganzen Bundesgebiet rufen dazu auf, sich dem Naziaufmarsch in den Weg zu stellen und mobilisieren nach Dortmund.

Wir organisieren zusammen mit unseren Freund*innen von eklat Münster und der Interventionistischen Linken Münster eine gemeinsame Anreise zu den Protesten in Dortmund.

Treffpunkt: 14.04.2018 // 09.15 Uhr // Gleis 17 – Hbf Münster (mehr…)