Antifaschistische Mobilisierung verhindert internationale Nazi-Demo

Es sollte die große Rückkehr von Pegida Nederland und HoGeSa werden, doch es wurde die kleinste Pegida-Veranstaltung aller Zeiten. Die vielen Hundert Nazi-Hooligans aus dem deutschen HoGeSa Netzwerk, auf die Edwin Wagensveld hoffte, kamen nicht. Die Redebeiträge von Britain First und der Auftritt der deutschen Nazi-Band Kategorie C fanden nicht statt. Antifaschist*innen, die sich in der Stadt aufhielten, mussten letztendlich nicht aktiv werden: Es kam zu keiner nennenswerten Demonstration, auch nicht als 15 Wagensveld-Fans mit einer Demonstration nach Hengelo auswichen.

Wir freuen uns, dass Enschede von der erwarteten internationalen Nazi-Demonstration verschont geblieben ist. Die letzten Wochen wurde immer deutlicher, dass deutsche Nazis aus dem HoGeSa-Mileu die Pegida-Demo nutzen wollten, um an ihren „Erfolg“ von Köln 2014 anzuschließen. Damals marschierten ungefähr 5000 Neonazi-Hooligans in Köln und griffen Anwohner*innen, Migrant*innen und Antifaschist*innen an. In den letzten Tagen verhärtete sich auch der Ton Von Pegida-Anführer Wagensveld, der in verschiedenen Videos auf Facebook durch explizit rassistische Aussagen auffiel. Die Demonstration sollte die größte ihrer Art in den Niederlanden seit dem zweiten Weltkrieg werden. Durch effektiven Druck durch antifaschistischen Widerstand und internationale Mobilisierung zu den Gegenprotesten erließ der Bürgermeister von Enschede schließlich ein allgemeines Demonstrationsverbot. Trotz des Verbotes rief Wagensveld seine Anhänger auf, um trotzdem nach Enschede zu kommen und rief ein „Project X“ aus.

Das Demonstrationsverbot war auf den Straßen überall sichtbar. Enschede war größtenteils abgeriegelt, so dass alle Zugangsstraßen in die Stadt kontrolliert wurden. Autos wurden abgefangen und viele Antifaschist*innen wurden wieder aus der Stadt geschickt. Einzelne Pegida-Anhänger und Neonazis wurden auch abgefangen oder festgenommen. Er wurden zwei Antifaschist*innen festgenommen für das nicht Befolgen von Polizeianweisungen, doch sie kamen schnell wieder frei.

Beriets früh morgens wurde klar, dass er keine deutschen Nazi-Gruppen in die Züge stiegen, um die Anreise anzutreten. Außer den bereits bekannten Gesichtern von Pegida folgte niemand dem „Jetzt oder nie!“ –Aufruf von Pegida-Anführer Wagensveld. Als morgens auch noch bekannt wurde, dass Wagensveld festgenommen wurde, blieb nur noch eine kleine Gruppe seiner Anhänger über. Diese Gruppe wurde kurz nach ihrer Ankunft in Enschede zurück zum Zug geführt, woraufhin sie nach Hengelo auswichen um dort so etwas Ähnliches wie eine Demonstration durchzuführen.

Heute wurde deutlich, dass Wagensveld Konzept, Anschluss bei extrem rechten Hooligans und Nazis zu suchen zu effektivem Protest von Antifaschist*innen führte und dadurch komplett ins Wasser fiel. Die vorab so groß angekündigte Demonstration wurde die kleinste Veranstaltung dieser extrem rechten Gruppe seit ihrer Gründung.

Wenn Pegida wieder zusammen mit Nazis in Enschede demonstrieren will, werden wir natürlich auch wieder dagegen mobilisieren.


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