Kundgebung am 29. April: „Nationales Zentrum“ in Hamm dichtmachen

Seit Frühjahr 2013 nutzen Hammer Nazis eine Immobilie im Kentroper Weg 18 und bauen sie immer mehr zu einem „Nationalen Zentrum“ aus, in dem sich NPD und „Die Rechte“ treffen. In letzter Zeit gab es dort auch mehrere Konzerte. (1, 2) Antifas warnen seitdem, dass sich eine überregional bedeutende Location für Nazi-Musik etabliert hat.

Rückzugsorte wie jener im Kentroper Weg stärken die Nazi-Szene, in dem sie Möglichkeiten der Organisierung, Indokrinierung und Finanzierung bieten. Der Vermieter der Immobilie hat kein Problem mit seinen Nazi-Mietern. Unsere Freund*innen der Antifa Hamm fordern von der Stadt Hamm, dass diese die Nutzung der Immobilie untersagt. Passiert ist bislang nichts. Polizei und Stadt behaupten, es handele sich um Privatveranstaltungen – dies ist aber zweifelhaft, da die Nazis ihre Konzerte öffentlich bewerben und Eintritt nehmen.

Am Samstag, den 29. April ist ein weiterer Vortrag mit Konzert im Kentroper Weg angeküdnigt. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, um der Forderung nach Schließung des „Nationalen Zentrums“ Nachdruck zu verleihen. Und die Nazi-Veranstaltung nicht ungestört lassen. Deshalb wird es eine Kundgebung vor dem Kentroper Weg geben.

Die Etablierung eines Nazi-Zentrums in Hamm – vor den Toren Münsters – geht auch uns etwas an. Deshalb rufen wir alle auf, mit uns nach Hamm zu fahren und die Hammer Freund*innen zu unterstützen.

Zuganreise aus Münster, Treffpunkt Münster Hauptbahnhof: 29. April 2017, 13:15 Uhr, Gleis 3

Aufruf des Haekelclub590:

Keine Neonazi-Räume im Kentroperweg! Kundgebung in Hamm am 29.4.

Am 29. April 2017 ruft der haekelclub590 in Hamm (Westf.) zu einer Kundgebung gegen NS-verherrlichende Ideologie und gegen das sogenannte „Nationale Zentrum“ der Hammer Neonazis auf.
In den bereits bekannten Örtlichkeiten des Kentroperwegs 18 soll ein Vortrag des bundesweit bekannten Neonazis Dieter Riefling stattfinden, anschließend lädt die Extreme Rechte um Dennis De Piccoli zum Konzert des Liedermachers FreilichFrei ein.
Es ist eine unverständliche Unverschämtheit, dass der „Kentroperweg“ trotz Aufdeckung seiner Verstrickung im extrem rechten Milieu rund um das rechtsterroristische und seit 2000 in Deutschland verbotene Netzwerk „Blood and Honour“ unbehelligt weiterbestehen kann. Die Antifaschistische Aktion Hamm hat die Hinterhofräumlichkeit bereits mehrfach als Vernetzungsort der extremen Rechten in NRW markiert und die Stadt Hamm dazu aufgefordert alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um Veranstaltungen zu verhindern und die Lokalität zu schließen. Doch bislang ist nichts passiert.
In den vergangenen zwei Jahren fanden bereits 6 Konzerte von Rechtsrock-Bands sowie etliche NS-verherrlichende Vorträge vor Ort statt: Am 21. Februar 2015 fand ein Konzert mit „Breakdown“ statt, bei welchem Nazis der JN, NPD und aus den Niederlanden anwesend waren. Am 30. Mai 2015 erfolgte ein Konzert mit dem Sänger der Rechtsrockband „Projekt Chaos“, am 16. Januar 2016 fand ein Konzert mit „Zeitnah“ und erneut „Projekt Chaos“ statt. Am 6. August 2016 wurde ein Konzert mit dem Liedermacher „Fylgien“ veranstaltet. Am 20.September 2014 hielt Ernst Zündel, verurteilter Holocaustleugner, einen Vortrag4, am 3.Oktober 2015 war Ursula Haverbeck, wiederum eine mehrfach verurteilte Holocaustleugnerin, als Rednerin geladen und zuletzt fand am 15. Januar 2017 ein Vortag des NPD-Politikers Olaf Rose statt.
Diese Liste ist trotz ihrer Unvollständigkeit ein eindrucksvoller Appell, Hammer Neonazis ihre Räumlichkeiten zu nehmen!
Die kommende Veranstaltung demonstriert, dass sich in Hamm eine überregional bedeutsame Lokalität für Neonazis, samt ihrer menschenverachtenden und NS-verherrlichenden Musik etablieren kann ohne auf zivilgesellschaftlichen oder städtischen Gegenwind zu stoßen. Wir akzeptieren das nicht!
Wir können nicht hinnehmen, dass in Hamm (und anderswo!) menschenverachtenden und NS-verherrlichenden Ideen Raum gegeben wird! Wir können nicht hinnehmen, dass sich Vertreter*innen der extremen Rechten aus ganz NRW (und bundesweit) mehrfach im Jahr im „Kentroperweg“ zusammenfinden und netzwerken können! Wir können nicht hinnehmen, dass die Stadt Hamm sich nicht in der Lage sieht, NS-Propaganda einen Riegel vorzuschieben! Und wir können nicht hinnehmen, dass erneut am 29.April 2017 im „Kentroperweg“ eine Nazi-Veranstaltung protestlos stattfinden wird!
Für den 29. April haben wir deswegen eine Kundgebung gegen das Konzert organisiert. Die Kundgebung wird um 14.30 Uhr in der Nähe des Kentroper Wegs abgehalten, für eine gemeinsame Anreise treffen wir uns vorher am Hauptbahnhof.

29.April 2017
14.00 Uhr
Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz
Hamm (Westf.)


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