Archiv für März 2017

22.04.: Gemeinsame Anreise zu den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Köln

Am 22. und 23. April will die AfD in Köln ihren Bundesparteitag durchführen. Im zentral gelegenen Maritim Hotel will die rechte Partei sich für die Bundestagswahl aufstellen und auch gleich in den Wahlkampf starten. Antifaschistische Gruppen und Initiativen aus Köln haben sich deshalb in der Initiative „Solidarität statt Hetze“ zusammengeschlossen. Sie rufen dazu auf, der AfD konsequent den Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu nehmen und den Bundesparteitag zu verhindern.

(mehr…)

18. März 2017: Proteste gegen den „1000 Kreuze“-Marsch in Münster

Am 18. März 2017 soll der jährliche „1000 Kreuze“-Marsch in Münster stattfinden, der von christlichen Fundamentalist*innen und selbst ernannten „Lebensschützern“ organisiert wird. Der Marsch richtet sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und der Recht auf Selbstbestimmung von Frauen. Die Veranstalter*innen vertreten zudem homo- und transphobe Positionen. Wer mehr über die Hintergründe der Veranstalter*innen erfahren will, kann einen Blick in ein Dossier (PDF) werfen. was wir vor einigen Jahren erstellt haben.

Seit vielen Jahren gibt es in Münster feministische Proteste gegen diesen Marsch. So auch in diesem Jahr. Das Vorbereitungsbündnis ruft dazu auf, ab 12 Uhr in die Innenstadt von Münster zu kommen. Dort sollen die Proteste mit einer Kundgebung eröffnet werden.

Am 2. März findet um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung zum „1000 Kreuze“-Marsch in der Leostraße 16 in Münster statt.

Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag am 22./23. April in Köln

Wir unterstüzten den Aufruf des Bündnis „Solidarität statt Hetze“ aus Köln:

Solidarität statt Hetze – Der AfD die Show stehlen!

Am 22. und 23. April will die AfD ihren Bundesparteitag im Kölner Hotel Maritim abhalten. Der Ort ist nicht zufällig gewählt: Köln ist spätestens seit den sexualisierten Übergriffen an Silvester 2015/16 und deren rassistischer Deutung zum beliebten Schauplatz für völkische Mobilisierungen geworden. Die AfD bietet sich nun, nach dem Scheitern der Pro-Parteien, als politische Klammer für Mob und Elite an – Maritim-Hotels waren bereits in mehreren Städten bewährte Gastgeber der AfD.

Dagegen stellt sich seit Anfang des Jahres auf Initiative des Bündnisses „Köln gegen Rechts“ eine große Kampagne auf: Viele Gruppen bereiten sich darauf vor, der AfD den Bundesparteitag zu vermiesen und sich ihr aktiv entgegen zu stellen. Die AfD ist treibende Kraft im aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck geworden – ob mit Interviews, Talkshow-Auftritten, Äußerungen in sozialen Netzwerken oder Reden bei PEGIDA.

Die AfD versucht, mit ihrer Hetze zu spalten und durch Provokationen die politische Agenda zu bestimmen. Sie ist rassistisch, frauenfeindlich, LSBTI*-feindlich und autoritär. Sie steht für völkischen Nationalismus, neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik, sie will einen reaktionären Wandel in der Kultur- und Bildungspolitik, leugnet den Klimawandel und will Atomkraft begünstigen. Antisemitische oder auch Holocaust-relativierende Äußerungen sind keine Einzelfälle. Aber es bleibt auch festzustellen: Etablierte und regierende Parteien haben der AfD, z.B. mit rigiden Asylrechtsbeschränkungen, Steilvorlagen geliefert.

Die AfD – keine Partei wie jede andere!

Björn Höcke ist nicht der einzige in den Reihen der AfD, der mehr als „nur“ rechtspopulistische Propaganda will, sondern bereit ist, eine neue faschistische Bewegung aufzubauen. Die Hetze der Partei ist verantwortlich für brennende Flüchtlingsunterkünfte. Gauland, Meuthen, Pretzell und Petry wissen, was sie tun.

Deswegen ist es wichtig, dagegen klar, öffentlich und massenhaft Position zu beziehen. Die AfD zu bekämpfen heißt: ÜBER sie zu reden – nicht MIT ihr. Und es heißt, ihr konsequent den Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu nehmen. Jeder Einzug in ein Parlament, jeder öffentliche Auftritt dient ihrer weiteren Etablierung und Legitimierung.

Blockieren – laut sein – kreativ sein!

Am 22. April wird es kein Durchkommen für die AfD geben! Wir rufen zu massenhaften kreativen Blockaden gegen den Parteitag auf. Unsere Inhalte werden wir auch in einer großen antirassistischen und antifaschistischen Demonstration auf die Straße tragen.

Wir rufen bundesweit dazu auf, sich in vielfältiger und phantasievoller Weise an den Aktionen, auch schon im Vorfeld des 22. April, zu beteiligen: Solidarität statt Hetze!

„Pien Kabache“ am 10. März

Wir zeigen bei der nächsten Pien Kabache die Dokumentation „69″ über die letzten Monate bis zur Räumung des UNGDOMSHUSET im März 2007. Das besetzte Haus war im Stadtteil Nørrebro Treffpunkt für zahlreiche Gruppen und bekannt für seine Veranstaltungen. Bei der Räumung kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit den Cops. Danach Kneipenabend mit günstigen Getränken, Punkrock und Reggae.

Baracke Münster / Scharnhorst str. 100 / Einlass ist 20 Uhr und umsonst!

Der Abend wird von der An­ti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Müns­ter, dem Arbeitskreis Antifaschismus 65 und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.