Archiv für Mai 2016

Infoupdate: Gemeinsame Anreise nach Dortmund am 4.6. – Keine Zukunft für Nazis!

Gut eine Woche vor dem geplanten Naziaufmarsch zum „Tag der deutschen Zukunft“ am 4. Juni in Dortmund gibt es einige Neuigkeiten, die auch unsere Anreise aus Münster betreffen.

Die Dortmunder Polizei setzt weiterhin auf ihr „bewährtes“ Konzept, den Nazis den roten Teppich auszurollen. Die Route des Naziaufmarsches soll geheim bleiben, effektiver antifaschistischer Protest gegen den Aufmarsch wird somit schon im Vorfeld erschwert. Anwohner*innen an der Route müssen sich ggf. kurzfristig auf einen polizeilichen Ausnahmezustand im Viertel und hunderte Nazis vor ihren Wohnungen einstellen. Währenddessen wird der Aufruf des NoTddZ strafrechtlich geprüft und Stimmung gegen vermeintlich gewalttätige Linksautonome gemacht. Der antifaschistische Arbeitskreis „NoTddZ Dortmund“ hat heute eine Pressemitteilung veröffentlicht, welche die Geschehnisse der letzten Tage zusammen fasst. Dort heißt es u.a.

Die Polizei Dortmund setzt in ihrer Informationspolitik weiter auf Abschottung. Auch 10 Tage vor dem Aufzug weigert sich Polizeipräsident Gregor Lange, weiter, die Nazi-Route bekannt zu geben. Bei einer Podiumsveranstaltung des Arbeitskreises „Christen gegen Rechtsextremismus“ am 24.05., bei der er die Polizeistrategie zum 4. Juni erläutern sollte, blieb er wichtige Informationen schuldig. Die Polizei Dortmund verhindert damit aktiv, dass sich unliebsamer Protest und Widerstand organisieren können, und spielt den Nazis direkt in die Hände.

Nun gut, Unterstützung hat von den „Freund*innen und Helfer*innen“ ohnehin niemand erwartet. Ob die Dortmunder Polizei sich mit ihrer Hinhaltetaktik wirklich einen Gefallen tut, wird sich am 4.6. zeigen – Spontanität kann ja auch eine gewisse Dynamik entwickeln. Wir bleiben jedenfalls motiviert und entschlossen!

Für unsere gemeinsame Anreise aus Münster bedeutet dies, dass wir weiterhin flexibel bleiben müssen und kurzfristig entscheiden werden, mit welchem Zug wir anreisen. Zudem wird es am 4.6. wegen Wartungsmaßnahmen an den Bahnstrecken Münster-Dortmund und Münster-Hamm Verzögerungen im Bahnverkehr geben, wir werden also verhältnismäßig früh aus Münster aufbrechen, um rechtzeitig in Dortmund zu sein. Checkt bitte unsere Website und die sozialen Netzwerke!

Keine Zukunft für Nazis!
Am 4.6. ALLE nach Dortmund!

Keine Zukunft für Nazis! Gemeinsame Anreise zu den #NOTDDZ-Aktionen in Dortmund!

Am 4. Juni 2016 soll der jährliche „Tag der deutschen Zukunft“ („TddZ“) in Dortmund stattfinden. Die Dortmunder Neonazis um die Partei „Die Rechte“ möchten der bundesweiten Naziszene in der Dortmunder Nordstadt eine Negativvision der Zukunft Deutschlands darbieten. Mehrere antifaschistische Bündnisse, darunter das bundesweite Bündnis „No TddZ“ und „BlockaDO“ aus Dortmund, rufen dazu auf, den Naziaufmarsch zu verhindern!

Die Dortmunder Polizei hält Details zur Route und dem zeitlichen Ablauf der Nazidemo bislang geheim und erschwert damit – wie auch in den letzten Jahren – effektiven antifaschistischen Protest bereits im Vorfeld. Wir werden uns alle darauf einstellen müssen, dass die Polizei den Nazis am 4.6. in Dortmund wieder einmal den roten bzw. braunen Teppich ausrollen wird. Sicher ist aber: Am 4.6. wird es in Dortmund vielfältige und entschlossene Aktionen aus diversen Spektren gegen den Naziaufmarsch geben!

Aus Münster wird es am 4.6. eine gemeinsame Anreise mit dem Zug nach Dortmund geben – den genauen Zeitpunkt werden wir kurzfristig veröffentlichen, wenn klar(er) ist, wann und wo die Nazis aufmarschieren wollen. Achtet auf Ankündigungen!

Unter dem Motto „Keine Zukunft diesen Zuständen! Für ein besseres Morgen!“ wird am 3.6. um 18 Uhr eine linksradikale Vorabenddemo stattfinden, zu deren Teilnahme wir aufrufen! Startpunkt der Demo wird der Hauptbahnhof Dortmund sein.

Keine Zukunft für Nazis! Keine Zukunft diesen Zuständen!
Am 4.6. ALLE nach Dortmund!

NoTDDZMobi

Gegen die geistigen und praktischen Brandstifter*innen! – Unser Redebeitrag nach dem Anschlag in Hiltrup

Unser Redebeitrag auf der Kundgebung am 30.04.2016 anlässlich des rassistischen Brandanschlags in Hiltrup:

Liebe Freundinnen und Freunde,
der Schock über den Brandanschlag sitzt noch tief. Die Täter_innen sind weiterhin unbekannt, aber das Motiv dieser Tat liegt auf der Hand: Rassismus.
Dieser Brandanschlag ist Teil einer Welle rassistischer Gewalt, die 2014 begann, seit 2015 immer weiter eskaliert und teilweise an die Zustände Anfang der 90er Jahre erinnert, in denen bei zahlreichen Anschlägen und Pogromen Dutzende Menschen starben und Hunderte verletzt wurden. 2015 verfünffachte sich die Anzahl der Straftaten gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte, das BKA zählte über 1000 Delikte, darunter hunderte Brandanschläge. Von allen Bundesländern geschahen in NRW die meisten Straftaten. In einem aktuellen Lagebild kommt das BKA lapidar zu dem Schluss, dass mit rassistisch motivierten Tötungsdelikten (weiterhin) gerechnet werden muss. Dass es bislang noch keine Todesopfer gab, ist nur dem Zufall zu verdanken.

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8. Mai – Tag der Befreiuung

Wie in jedem Jahr lädt die VVN/BdA zu einer Gedenkveranstaltung an die vielen Opfer des NS-Terrors und zur Erinnerung an die Befreiung durch die Alliierten vor 71 Jahren ein. Redebeiträge und eine musikalische Einstimmung sollen dazu beitragen, dass wir auch zukünftig die Verfolgten des Faschismus nicht vergessen. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr am Zwinger an der Promenade in Münster.
Anschließend: von ca. 15.30 bis 18.00 Uhr Kulturveranstaltung im Martin-Niemöller-Park mit open stage- und poetry slam- Beiträgen.

Veranstaltungsflyer