30.01: Demonstration & Party

Am 30. Januar wird es keinen PEGIDA-Aufmarsch in Münster geben, auch für die Zukunft ist ein solcher nicht zu erwarten. In Dresden hingegen kann die rassistische Initiative weiterhin viele Tausend Menschen mobilisieren und auch in NRW versuchen Rassist_innen und Neonazis, Ableger des PEGIDA-Bündnisses zu etablieren. Daher veranstaltet das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ eine Demonstration gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung, welche am Freitag um 16 Uhr am Bremer Platz beginnt. Sie wird zu einer Kundgebung der Facebook-Initiative „Münster gegen Pegida“ auf dem Domplatz führen.

In dem Aufruf heißt es unter anderem:

Zeigen wir gemeinsam Flagge gegen rechte Gewalt, Hass, Intoleranz, Islamfeindlichkeit und Rassismus!
Die Gruppe „MÜNGIDA“ hatte für den 30.Januar einen Aufmarsch angekündigt, hat diesen jedoch inzwischen abgesagt. Am 30.Januar feierten die Nationalsozialisten mit Fackelzügen die Machtübertragung an Adolf Hitler.
MÜNGIDA/PEGIDA haben in Münster nichts verloren. Wir wollen – nachdem am 05. Januar 10.000 Menschen auf dem Domplatz ein Zeichen setzten – wieder eine kraftvolle Demonstration auf die Straße bringen, die von allen demokratischen Gruppen unserer Stadtgesellschaft getragen wird.
Wir zeigen damit: MÜNGIDA/PEGIDA, bleibt weg: In Münster braucht ihr gar nicht erst anzufangen. Kein Platz für Müngida!

Wir haben an der letzten Veranstaltung der Gruppe „Münster gegen Pegida“ berechtigte Kritik – insbesondere zum Thema Asyl und dem Umgang mit der AfD – bereits hier geäußert. Wir erwarten nicht, dass sich die Kundgebung auf dem Domplatz am Freitag in grundlegenden Punkten von der letzten Aktion unterscheidet – auch wenn man dieses Mal anscheinend darauf verzichtet wird, die AfD einzuladen.

Dennoch finden wir es wichtig, an der vorausgehenden Demonstration des antifaschistischen “Keinen Meter”-Bündnisses teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten: Sei es durch Transparente, Flaggen, Flyer oder einfach lautstark. Diskriminierung, rassistische (Asyl)Gesetzgebung, kaltherzige Abschiebebehörden, tödliche Grenzen und geistige Brandstiftung – sagen wir es ganz deutlich: Das Problem heißt Rassismus! Und der findet sich auch innerhalb der bürgerlichen Mitte – auch wenn diese das nicht gerne hört.

Den Abschluss findet der Tag in der Baracke, dort veranstaltet das antifaschistische Bündnis Haekelclub590 aus Hamm eine Soliparty mit Konzert zur Unterstützung von Repression betroffener Aktivst_innen:
Antifa Hamm Party