Archiv für November 2014

Gemeinsame Anreise zur bundesweiten Demonstration gegen die IMK!

Ein breites Bündnis aus linken Gruppen ruft dazu auf am Samstag dem 06.12 gegen die Innenministerkonferenz in Köln auf die Straße zu gehen.

Auf dieser beschließen die Innenminister der Länder wie es mit Deutschlands Innenpolitik weiter geht: Die Ausweitung von Überwachung, der menschenunwürdige Umgang mit Flüchtlingen und die Kriminalisierung politischer Aktivisten stehen dabei auf der Tagesordnung.

Daher wird es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug aus Münster (organisiert von YXK Münster) geben: Wir treffen uns um 10:15 Uhr auf Gleis 4 (Hauptbahnhof Münster).

Den Aufruf des noIMK-Bündnisses findet ihr hier.

Vortrag: Frauenrevolution und demokratische Autonomie in Rojava und Nordkurdistan

Anja Flach, Frauenaktivistin und Ethnologin, reiste im Mai 2014 mit einer Delegation der Kampagne Tatort Kurdistan nach Rojava (Nordsyrien). Sie berichtet über den Aufbauprozess dieses alternativen Gesellschaftsmodells, der Rolle der Frauen darin und die aktuelle politische Situation.

Hinter der Demokratischen Autonomie steht die Idee eines alternativen Gesellschaftsmodells, von einem freien, demokratischen, ökologischen und geschlechtergerechten Leben. In Rojava (Nordsyrien) und in Nordkurdistan (Südosttürkei) ist dieses Modell im Aufbau. Insbesondere in Rojava ist es der Bevölkerung seit der Vertreibung der verbliebenen Überreste syrischer Regierung am 19.7.2012 gelungen, eine demokratische Selbstverwaltung aufzubauen. Die Bevölkerung organisiert nun alle ihre Lebensbereiche selbst: Die Selbstverwaltung basiert auf einem mehrschichtigen Rätesystem, das sich von unten nach oben organisiert. Eine eigene Verteidigungsstruktur mit autonomen Fraueneinheiten, die mittlerweile fast die Hälfte der gesamten Verteidigung ausmachen, wurde etabliert, ebenso eine alternative Ökonomie in Form von Kooperativen, die nicht mehr der Profitlogik folgt. Ein umfangreiches Bildungssystem ermöglicht den Menschen die permanente Weiterbildung in verschiedenen inhaltlichen Fragen und in Bezug auf die politischen Arbeiten. Darüber hinaus ist ein Rechtssystem im Aufbau, das davon ausgeht, dass Menschen sich verändern können und das darauf abzielt, die Menschen für Ideen zu gewinnen, anstatt sie zu bestrafen.

(mehr…)

LOTTA #57 erschienen

Die neue Ausgabe der Antifa-Zeitschrift LOTTA ist erschienen. Sie bietet einen aufschlussreichen Schwerpunkt zum Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservatismus und bürgerlichem Maintream. Es wird sich unter anderem mit der Initiative „Besorgte Eltern“, die gegen die pädagogische Thematisierung von sexueller Vielfalt agitiert sowie mit den Massenprotesten gegen die Homosexuellen-Ehe in Frankreich beschäftigt. Ein lesenswerter Artikel zeigt auf, wie der Antifeminismus zum dritten Markenzeichen der AfD neben Euro-Kritik und der Positionierung als Anti-Parteien-Partei avanciert.
Zu den „Hooligans gegen Salafisten“ liefert LOTTA eine aktuelle Analyse und Einordnung des Phänomens. Weitere Artikel beschäftigen sich mit antisemitischen Protesten während des Gaza-Kriegs, dem „Zwischentag 2014″ und der extremen Rechten in der Ukraine . Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe findet sich hier.

(mehr…)