LOTTA 56 erschienen

„Baustelle NSU-Aufklärung“ ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen überschrieben, weil man auch zweieinhalb Jahre nach Aufdeckung der Neonazi-Terrorzelle und trotz vieler bekanntgewordener Details noch „meilenweit“ von „einem kompletten Bild“ des NSU entfernt sei, wie die Redaktion in der Einleitung schreibt – „ob es sich überhaupt je wird fertigstellen lassen, ist fraglich“.

Die LOTTA versucht dennoch aus den vorhandenen Informationen eine Bestandsaufnahme zu machen und fragt besonders nach Hinweisen auf mögliche UnterstützerInnen des NSU in Köln, Dortmund und Kassel, wo die Neonazis zwei Bomben legten und zwei Menschen erschossen. Die Frage nach den lokalen UnterstützerInnen – dass es sie gab, davon ist auszugehen – stellt sich auch deshalb, weil in Hessen wie NRW überraschenderweise doch noch zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse eingerichtet werden, die die NSU-Taten und das Handeln der Behörden untersuchen sollen. Ein Interview mit einem Nebenklage-Anwalt und ein Kommentar über die Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus aus britischer Perspektive runden den Schwerpunkt ab.

Weitere Artikel des Heftes beschäftigen sich u.a. mit der AfD, den „Montagsdemonstrationen“ gegen den Krieg in der Ukraine sowie den Ergebnissen der Kommunal- und Europawahlen. Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe findet sich hier.

Wie ist die LOTTA zu bekommen?
LOTTA ist im gutsortierten Buchhandel (ISSN: 1865-9632), in Infoläden, an Büchertischen und natürlich auch postalisch erhältlich. Bestellungen sind via E-Mail an lotta-vertrieb@nadir.org möglich. Der Ladenpreis beträgt im Inland 3,50 Euro, beim Versand von Einzelexemplaren kommt 1,50 Euro für Porto und Verpackung hinzu. Ein Jahresabo über vier Ausgaben kostet 15,- Euro inklusive Porto. Bei Förderabos ab 50,- Euro/Jahr werden auf Wunsch Spendenbescheinigungen über die Fördersumme ausgestellt.