Archiv für Mai 2014

Keine Zukunft für Nazis

Am 7. Juni wollen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet den Versuch unternehmen, in Dresden einen Aufmarsch unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ zu veranstalten. Seit nunmehr 6 Jahren versuchen Neonazis, den sogenannten „Tag der Deutschen Zukunft“ zu etablieren. Nachdem dieser bisher ausschließlich in Norddeutschland stattfand, soll er dieses Jahr nach Dresden ziehen. Einerseits wollen die Organisatoren um Thomas Wullf, Dieter Riefling und Maik Müller mit einer erfolgreichen Großdemo die Misserfolge der Trauermärsche im Februar ausbügeln, andererseits versuchen sie, auch hier an rassistische Ressentiments im Mainstream durch rechtspopulistische Stimmungsmache anzudocken. Um diesen Vorstoß der Neonazis zu verhindern, werden auch wir nach Dresden fahren und unter dem Motto “Keine Zukunft für Nazis!” auf die Straße gehen. Daher wird aus Osnabrück am 7.06 ein Bus nach Dresden fahren. Tickets könnt ihr bei uns oder im Café Résis­tan­ce in Osnabrück erwerben, meldet euch einfach per Email.

Den Aufruf und weitere Informationen findet ihr auf der Seite des Bündnisses No-TddZ.

Protest gegen den Nationalismus der AfD

Auch an diesem Samstag protestierten Antifaschist*innen unterschiedlicher politischer Spektren anlässlich des In­ter­na­tio­na­len Tages gegen Ho­mo­pho­bie und die Er­eig­nis­se der letz­ten Wo­chen in Münster gegen den Wahlkampf der „Alternative für Deutschland“ (AfD). Mit populistischen Parolen und rechter Stimmungsmache will die AfD ins Europaparlament sowie in den Rat der Stadt Münster einziehen. In den Umfragen kommt sie zurzeit in Münster auf 3 bis 4 Prozent. (mehr…)

Samstag: Mahnwache gegen den Wahlkampf der AfD


Für Samstag, den 17 Mai ruft ein Bündnis verschiedener antifaschistischer Gruppen und politischer Jugendverbände zu einer Mahnwache gegen Diskriminierung und den Wahlkampfstand der „Alternative für Deutschland“ auf. Anlass ist der Internationale Tag gegen Homophobie und die Ereignisse der letzten Wochen, als die AfD mit einer aggressiven Ordnergruppe gegen Flugbatt verteilende Kritiker_innen vorging. Die Mahnwache beginnt um 11 Uhr in der Ludgeristraße in der Höhe der Arcaden. Im folgenden ein kurzer Aufruf. (mehr…)

Rechtsradikale kandidieren für die AfD Münster

Mit der “Alternative für Deutschland” (AfD) ist eine Partei rechts von den Unionsparteien entstanden, die mit einer rechtspopulistischen Rhetorik auf Stimmenfang geht und damit bislang relativ erfolgreich ist. Die AfD ist nicht die seriöse “Anti-Euro-Partei” der “Professoren”, als die sie wahrgenommen werden will. Tatsächlich verfügt die “Alternative” über einen einflussreichen ultrakonservativen und rechtsradikalen Flügel. Mit der AfD entstand eine Partei, auf die viele Rechtsradikale, die zwar nationalistisch und rassistisch argumentieren, sich aber an der NS-Verherrlichung des Neonazismus stören, gewartet haben. Zahlreiche ehemalige Mitglieder der “Republikaner” (REP) oder der Partei “Die Freiheit” sind in die AfD eingetreten. Auch in Münster kandidieren bei der Kommunalwahl zwei Personen, die über enge Verbindungen nach Rechtsaußen verfügen. (mehr…)

Odessa-Solidemo am 18.05. in Münster

Für Sonntag, den 18.05., mobilisieren Antifaschist*innen zu einer Solidaritätsdemo im Gedenken an 43 Menschen, die bei den Ausschreitungen im ukrainischen Odessa getötet wurden (Aufruf).

Die Lage in der Ukraine ist derzeit ebenso unübersichtlich wie komplex. Eine objektive Einschätzung der Geschehnisse ist aus der Entfernung nur schwer möglich, auch weil die aktuelle Berichterstattung in vielen Fällen tendenziös ist. Die übliche, medienkompatible Aufteilung in „Gut und Böse“ greift in einer solchen Situation zu kurz. Angesichts der zentralen Beteiligung der extremen Rechten, der zunehmenden „Ethnisierung“ des Konfliktes und der nationalistischen Ausrichtung aller Beteiligten ist uns eine Positionsnahme für eine der medial präsenten Konfliktparteien unmöglich. Die Gefahr, im Rahmen einer Demonstration die eigenen Inhalte verkürzen zu müssen und somit in der Interpretation nach diesem Muster eingeordnet zu werden, ist in diesem Fall besonders hoch. Wir halten deshalb eine Demonstration unter diesen Voraussetzungen nicht für die geeignetste Form der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in der Ukraine.

Nichtdestotrotz halten wir eine antifaschistische Positionierung zu den dramtischen und untragbaren Zuständen und ihren Akteur*innen für notwendig. Wir begrüßen daher die Initiative der Genoss*innen als einen ersten Beitrag in dieser Richtung und hoffen, dass dies Anstoß zu einer (über-)regionalen Diskussion und Aktivität ist. Unsere Solidarität gilt allen emanzipatorischen Menschen und Bewegungen in der Ukraine.

Treffpunkt für die Demonstration: 18. Mai, 16 Uhr, Engelenschanzenpark, Münster

Weitere Infos und aktuelle Ankündigungen hier .

AfD Münster geht mit Schlägertruppe gegen Kritiker_innen vor

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ließ am Samstag ihren Infostand in der Münsteraner Fußgängerzone durch eine Schlägertruppe bewachen. Antifaschist_innen verteilten in den Mittagsstunden Flugblätter, die den Nationalismus der Partei kritisierten, und kommentierten den Wahlkampf durch ein Transparent mit der Aufschrift „Rassismus ist keine Alternative“. Obwohl sich die Antifaschist_innen in deutlicher Entfernung von zirka 20 Metern zum Infostand der AfD aufgebaut hatten und der Wahlkampf zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt wurde, bedrohte die zuerst sechsköpfige Schlägertruppe die Protestierenden. „Ihr verpisst euch jetzt hier, sonst haue ich dir in die Fresse!“, war eine beispielhafte Drohung. Mehrfach versuchten die aggressiv auftretenden Männer ihre Worte durch direkten Körperkontakt, Rempeleien und Wegdrängen zu unterstreichen. Richard Mol, stellvertretender Sprecher des AfD-Kreisverbandes Münster, wich den als „Sicherheits- und Ordnerdienst“ der AfD auftretenden Personen nicht von der Seite, sondern rechtfertige deren Anwesenheit. Nach einiger Zeit tauchten sogar zudem zwei bekannte Neonazis aus Münster auf. (mehr…)

„Pien Kabache“ pausiert bis Juli

Unser monatlicher Kneipenabend „Pien Kabache“pausiert bis Mitte Juli. Dafür geht es dann wieder größer, toller und lauter weiter! Wir werden nämlich ab Juli den Kneipenabend regelmäßig in der Baracke (Scharnhorststraße 100) veranstalten. Freut euch schon mal auf einige „Specials“ und eine nette Atmosphäre am Aasee. Auch unsere Freund*innen aus Rheine und Emsdetten werden wieder mit am Start sein. Also: Abwarten bis Juli und es dann wieder richtig krachen lassen!

Gedenkkundgebung: 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus

Am 8. Mai jährt sich zum 69. Mal die Befreiung von Faschismus und Krieg. Dieser Gedenktag an die Kapitulation des faschistischen Deutschlands ist für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) Anlass für eine Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus, der Shoa, des deutschen Vernichtungsfeldzuges und des „Rassenwahns“. Die Gedenkveranstaltung beginnt am Donnerstag, 8. Mai 2014 um 18 Uhr am Zwinger an der Promenade/Ecke Kanalstraße in Münster.

Hintergrund: „Die Rechte“ in NRW vor den Kommunalwahlen

Seit gut zwei Jahren existiert mit „Die Rechte“ eine weitere neonazistische Partei, die sich in Konkurrenz zur NPD organisiert und sich zum Sammelbecken verbotener oder aufgelöster „Kameradschaften“ entwickelt hat. Als „Alternative“ zur NPD konnte sich „Die Rechte“ aber noch nicht durchsetzen. Der Aufbau von Parteistrukturen verläuft schleppend und jüngst scheiterte die Teilnahme an den Europawahlen an fehlenden Unterstützungsunterschriften. In NRW versucht sich „Die Rechte“ nun in einzelnen Städten an einer Kandidatur zu den Kommunalwahlen im Mai. (mehr…)