Warendorf: Neonazi betreibt Tattoo-Studio „Blut, Schweiß und Tränen“

In Warendorf betreibt der Neonazi Sven Rüschhoff das Tattoo-Studio „Blut, Schweiß & Tränen“. Sven Rüschhoff war in den Reihen der mittlerweile aufgelösten „Nationalen Sozialisten Münster“ aktiv. Rüschhoff ist aber seiner rechten Gesinnung treu geblieben. Auf „Indymedia Linksunten“ wurden nun Informationen zur Person und seinem Unternehmen veröffentlicht. Weiter heißt es in dem Bericht:

Sven Rüschhoff nahm immer wieder an Aufmärschen der Neonazi-Szene teil, so z.B. im Oktober 2010 in Hamm oder im September 2011 in Dortmund (siehe Foto, Rüschhoff ist die Person mit Sonnenbrille rechts ). Am 9. Juni 2011 fand in Warendorf eine von der Kirche organisierte Veranstaltung unter dem Titel „Rechtsextremismus in Warendorf?! Gibt es so was?“ statt, die von einer Gruppe Neonazis aus Hamm und Münster gestört wurde. Unter ihnen war auch Sven Rüschhoff. Im selben Jahr verkündete er auf Facebook, dass seine Vorbilder der SA-Mann Horst Wessel, das NSDAP-Mitglied Gregor Strasser und der Generaloberst der Waffen-SS Paul Hausser sind. (siehe Screenshot)

An Aufmärschen nahm Rüschhoff in der letzten Zeit nicht mehr teil. Dafür bekundet er durch Äußerungen auf Facebook, dass er noch Teil der Neonazi-Szene ist. So veröffentlichte er u.a. ein Foto des SS-Hauptsturmführers Erich Priebke mit der Losung „Niemals aufgeben“ . Priebke stand wegen im Zweiten Weltkrieg begangener Kriegsverbrechen in Italien unter Hausarrest. Ein anderes Bild solidarisiert sich mit zwei erschossenen Mitglieder der griechischen Faschistenpartei „Goldene Morgenröte“. (siehe Screenshots) Unter „gefällt mir“ finden sich Neonazi-Projekte wie die erwähnte Partei „Goldene Morgenröte“, der „Nationale Schulungsbrief“, „NS Straight Edge“, „NS Street Art“ oder „Generation Widerstand“.

Das Erscheinungsbild der Neonazi-Szene hat sich vor einigen Jahren stark verändert. Sie hat sich unterschiedlichen Jugendkulturen geöffnet. Tättowiert zu sein ist in der Szene längst angesagt. Durch neue subkulturelle Ausdrucksformen wurde die Neonazi-Szene für Jugendliche atttraktiver. Ein eigenes Tattoo-Studio passt da gut in die Strategie und findet Kundschaft. Es verwundert nicht, dass andere Neonazis aus dem Münsterland angeben, dass ihnen der Besuch des Studios sehr gefallen habe. Da Sven Rüschhoff mit seinem Tattoo-Studio damit eine Infrastruktur für die lokale Neonazi-Szene anbietet und die Gefahr besteht, dass unbedarfte Jugendliche über das Studio Kontakt zu den Neonazis bekommen, rufen wir dazu auf:

Unterstützt keine Neonazis!
Macht euch keine Tattoos bei „Blut, Schweiß und Tränen“!
Klärt andere über die Hintergründe des Studios auf!
Werdet aktiv und stellt euch der Neonazi-Ideologie entgegen!