Lotta #54 erschienen: Schwerpunkt „Feindbild Roma“

Anfang Januar erschien die neue Ausgabe des Antifa-Magazins LOTTA. Sie widmet sich im Schwerpunkt dem „Feindbild Roma“, speziell der Situation in Duisburg, wo sich im Sommer und Herbst die Diskussion um ein von ZuwanderInnen bewohntes Haus im Stadtteil Rheinhausen zuspitzte und in offene Hetze und Angriffe gegen dort lebende Romnja und Roma mündete. Auch die extreme Rechte sprang auf den Zug auf, organisierte Kundgebungen und versucht seitdem, von der Stimmung zu profitieren. Grund genug, einen Blick auf die Situation vor Ort und das Thema rassistische Mobilisierung gegen MigrantInnen und Flüchtlinge zu richten. Besonders in Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai ist mit einer weiteren Verschärfung der öffentlichen Debatte zu rechnen, die nicht nur von Pro NRW oder der NPD angeheizt wird, sondern auch maßgeblich durch die etablierten Parteien und die Bundesregierung. Dass man den rechten politischen Rand für sich selbst beansprucht, bewies die CSU direkt zu Beginn des Jahres mit der gegen EinwanderInnen, denen man pauschal ein angeblicher „Sozialtourismus“ vorwirft, gerichteten Aussage „Wer betrügt, der fliegt“. Wer sich genauer mit den Lebens- und Arbeitsverhältnissen eingewanderter Menschen aus den osteuropäischen Ländern beschäftigt, merkt schnell, dass von „Tourismus“ keine Rede sein kann – vielmehr dominieren Ausbeutung und Marginalisierung, wie aktuell das Beispiel von ArbeiterInnen der Firma „Fine Food“ in Emsdetten zeigt. (Informationen dazu hier)
Weitere Artikel der LOTTA-Ausgabe beschäfitgen sich mit der Rechtsrock-Band Sleipnir, dem NSU-Prozess, Racial Profiling und den geschichtsrevisionisten Thesen eines rechten Publizisten, die dieser im NRW-Landtag verbreiten durfte.

Die LOTTA gibt es für 3,50 Euro zu kaufen bei unseren Veranstaltungen, im Infoladen Krachz und im Buchhandel (ISSN 1865-9632). Ein Jahresabo kann hier bestellt werden.