Archiv für Februar 2013

Fragwürdige Konzepte gegen Rechts – In Hamm wird über kommunale Gegenstrategien gegen die Neonazis diskutiert

Nach dem Verbot der „Kameradschaft Hamm“ (KSH) wird auch in Hamm über ein kommunales Konzept gegen die Aktivitäten der Neonazis diskutiert. Über Jahre hinweg waren die Neonazis und ihre Taten von der Stadtspitze und der Mehrheit der politischen Parteien ignoriert und verleugnet worden. Im Herbst 2012 stellten SPD und Die Linke im Rat zwei Anträge zur Einrichtung einer kommunalen „Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus“ bzw. einer „Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt“. Der CDU-Bürgermeister Hunsteger-Petermann und seine Verwaltung verschleppten die Entwicklung eines „Handlungskonzepts gegen Rechtsextremismus“ in den folgenden Monaten erst einmal. Dann tat sich auf einmal doch etwas. Auf der gestrigen Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses sollte über „Hammer Handlungskonzept“ abgestimmt werden.

Städtisches Handlungskonzept ist ein „Armutzeugnis“

Was in dem von der Stadtverwaltung vorgelegten Handlungskonzept steht, ist allerdings ein schlechter Witz. Oder ein „Armutszeugnis“, wie das antifaschistische Jugendbündnis haekelclub590 befand: (mehr…)

„Die Rechte“ in NRW: Sammelbecken verbotener Kameradschaften

Die Antifa Linke Münster hat zusammen mit weiteren Antifa-Gruppen einen Infotext über „Die Rechte“ veröffentlicht. Hier könnt ihr das gelayoutete Flugblatt herunterladen.

Ende August 2012 verbot das Ministerium für Inneres und Kommunales drei der aktivsten Neonazi-Kameradschaften in NRW. Doch die Neonazi-Szene brauchte nur wenig Zeit, um sich zu reorganisieren und die Aktivitäten fortzuführen. Die Aktivist*innen des verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmund“ und der „Kameradschaft Hamm“ fanden in der Pfingsten 2012 gegründeten Partei „Die Rechte“ eine neue politische Heimat. Sie gründeten wenige Wochen nach den Verboten einen Landesverband NRW und fünf Kreis- bzw. Bezirksverbände. Die Kameradschafts-Aktivist*innen dominieren die Partei in NRW vollständig und haben sich auch Einfluss auf den Bundesvorstand gesichert. (mehr…)

09.03.2013 Feministische Demonstration in Münster

Wie auch in den letzten Jahren werden im März wieder christlich fundamentalistische Ab­trei­bungs­geg­ner*innen in Münster einen ihrer sogenannten Ge­bets­züge „1000 Kreu­ze für das Leben“ durchführen. Die betenden und weiße Kreuze tragenden Teilnehmer*innen dieser Gebetszüge mögen skurril wirken, doch pro­pa­gie­ren sie ein reaktionäres, frau­en­feind­li­ches, se­xis­ti­sches und ho­mo­pho­bes Welt­bild.
Gegen das reaktionären treiben von „Eu­ro­Pro­Li­fe“ wird es am dieses Jahr eine Feministische Demonstration in Münster geben.

Raise your voice – your body your choice!
Feministische Demonstration
09.03.2013 || 11:00 Uhr || Bremer Platz

Weiter Informationen findet ihr hier.

Über die Strukturen der Abtreibungsgegner_innen im Münsterland informiert ein von uns 2011 herausgegebenes Dossier. (Download)
(mehr…)