30. Januar 1933: Machtübertragung an Hitler

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler zum Reichskanzler und verhalf so dem Faschismus an die Macht. Die Nazis errichteten in den folgenden Wochen eine Diktatur, indem sie die Parteien und Organisationen der Arbeiter*innenbewegung zerschlugen und die Linke brutal unterdrückten. Die konservative Rechte gliederte sich bereitwillig in das neue Herrschaftssystem ein, die große Mehrheit der Bevölkerung blieb passiv und passte sich an.
Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzlers durch Hindenburg spielte im vergangenen Jahr in der Diskussion um die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz eine bedeutende Rolle (siehe unseren Text zu Debatte sowie den Artikel in Lotta #49). Lesenswerte Beiträge zu dem geschichtsträchtigen Datum finden sich im aktuellen Rundbrief der AG Rechtsextremismus/Antifaschismus der Partei Die Linke. Die VVN/BdA hat in ihrem Heft „Antifa“ einen Zeitstrahl zu den Jahren 1932-1934 veröffentlicht.

In Münster finden um den Jahrestag zwei Veranstaltungen statt:

Im Geschichtsort Villa ten Hompel liest Prof. Dr. Rainer Pöppinghege am 30. Januar unter dem Motto „’Hochverehrter Herr Reichskanzler’ – Ein Volk grüßt seinen Führer“ aus Zeitschriften aus dem Jahr 1933.

Im Fanport des SC Preußen findet am 31. Januar ein Vortrag mit dem Autor Werner Skrentny statt, der seine Biografie des jüdischen Nationalspielers Julius Hirsch vorstellt. Hirsch wurde 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet.