„My body, my choice“ – Proteste gegen 1000 Kreuze Marsch


200 Feminist_innen und Linke stellten sich am Samstag dem jährlich stattfindenden „1000 Kreuze Marsch“ christlicher Fundamentalist_innen und Abtreibungsgegner_innen entgegen. Bereits in der Nähe der Äigidikirche, dem Auftaktort des „Gebetzugs“, wurde mit Slogans, Pfiffen und Konfetti protestiert. Auf Plakaten wurden die Abschaffung des §218, das Selbstbestimmungsrecht schwangerer Frauen sowie Respekt für homosexuelle Lebensentwürfe gefordert. Proteste begleiteten den Zug bis zum Abschlussort am Dom. Der Kontrast zu den gut 120 religiösen Fanatiker_innen, die bepackt mit weißen Holzkreuzen und unter einem eintönigen Singsang durch die Straßen zogen, hätte nicht größer sein können.

Die „1000 Kreuze Märsche“ werden von „Euro Pro Life“ um Versammlungsleiter Wolfgang Hering organisiert. Ihnen gilt jeder Schwangerschaftsabbruch als Mord, da, so Hering, bereits ein „Achtzeller“ ein Mensch sei, schließlich sei er von Gott „beseelt“. Die selbsternannten „Lebensschützer“ kämpfen für eine „gottgewollte Werteordnung“, vertreten äußerst frauenfeindliche Positionen und bezeichnen Homosexualität als „Perversion“. Seit 2009 gibt es in Münster vielfältige Protestaktionen. Die Zahl der demonstrierenden „Lebensschützer“ nimmt ab und erreichte in diesem Jahr einen Tiefstand. Die Polizei nahm drei Demonstrierende in Gewahrsam.

1.) Hintergrundinfos zu den Abtreibungsgegner_innen
2.) Proteste 2009
3.) Proteste 2010
4.) Proteste 2011