Archiv für Februar 2012

Neue Infos für den 3. März

Am 3. März wird es vielfältige Protestaktionen geben. Hier eine Übersicht.
Unser Bündnis hat drei Kundgebungen (rote Punkte) rund um die Naziroute (blau) angemeldet. Alle Kundgebungen beginnen am 3. März um 9:00 Uhr morgens. Bitte seid pünktlich vor Ort.

Westlich der Schienen
1.) Hoher Heckenweg/Piusallee
2.) Westausgang vom Haltepunkt Zentrum Nord

Nord-Östlich der Schienen
3.) Hoher Heckenweg/Edelbach

Mit dem Fahrrad zum Protest
Für alle, die mit der Leeze zum Protest gegen den Naziaufmarsch fahren wollen, gibt es nun einen Treffpunkt. Die Fahrradfahrer_innen treffen sich am 3. März um 9:00 Uhr auf dem Hansaplatz. Gemeinsam geht es dann vom „Hansaviertel“ nach Münster-Nord.

Anlaufpunkte im Viertel
Die Thomas-Morus-Kirche (blaues Kreuz) wird zum offenen Ort des Protestes. Schon am 2. März beginnt dort ein „Politisches Nachtgebet“. Außerdem verteilen viele Rumphorster Anwohner_innen Einladungen an Menschen, damit diese zu Besuch in die „polizeiliche Sperrzone für Nazis“ kommen dürfen. Mehr Infos hier.
Wir rufen auch dazu auf, falls möglich, schon sehr früh ins Rumphorst-Viertel zu gehen.

Ruheorte und Infopoints
Das Theater Pumpenhaus (grünes Kreuz) öffnet am 3. März seine Türen und kann Protestierenden als Anlaufstelle und Ruheort dienen. Auch das Paul-Gerhardt-Haus an der Eisenbahnstraße wird für Protestierende geöffnet sein.

Am Hauptbahnhof Münster sind an beiden Ausgängen angemeldete Infopoints.

Anreise aus Norddeutschland:
Treffpunkt ist um 9:00 Uhr in die Bahnhofshalle am Osnabrücker Hauptbahnhof, dann geht es weiter nach Münster. Informationen und eine Pennplatzbörse für Menschen und Gruppen mit einer langen Anreise gibt es bei der Antifaschistischen Aktion Osnabrück.

Anreise zur Vorabend-Demo am 2. März in Hamm
Treffpunkt für Münster: 18:45 am Vorplatz des Hauptbahnhofs! Mehr Infos hier.

Mehr Infos

Neonazi aus Münster arbeitet bei der Post


Achim Kemper mit T-Shirt „Bombenholocaust“ (Bilder größer? Klick!)

Die treibenden Kraft hinter dem Naziaufmarsch am 3. März in Münster sind die ‘Nationalen Sozialisten Münster’, eine im November 2009 gegründete Neonazikameradschaft, die ungefähr zehn Personen umfasst. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie dabei von der ‘Kameradschaft Hamm’ und den Neonaziführer Axel Reitz. Mit der Organisation des ersten eigenen Aufmarsches wollen sich die ‘Nationalen Sozialisten Münster’ sowohl in der Stadt bekannt machen als auch in der eigenen Szene etablieren. Aufmärsche dienen den Führungskadern der veranstaltenden Gruppen als Mittel um an Ansehen in der rechten Szene zu gewinnen.

Einer der älteren und zugleich tonangebenden Protagonisten der lokalen Neonazis ist der in Münster wohnhafte Achim Kemper. Seit Bestehen der Gruppe nimmt er an neonazistischen Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet teil, trägt auch das eigene Transparent. Am 11. Februar 2012 ist er bei einem gut 140-köpfigen Aufmarsch in Soest sogar Teil des Ordnerdienstes. Fotos zeigen den 25 Jahre alten Kemper, wie er an der Spitze des Demonstrationszuges läuft. (mehr…)

Keine Homezone für Nazis! Gemeinsam zur Antifa-Vorabenddemo nach Hamm!

Am 02.03.2012 findet in Hamm eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto “Keine Homezone für Nazis – ob in Parteien, freien Kräften oder am Stammtisch” statt. Der Anmelder des Naziaufmarsches in Münster, Sascha Krolzig, war und ist einer der führenden Köpfe der Neonazigruppe “Kameradschaft Hamm”. Gemeinsam mit Antifaschist_innen aus Hamm wollen wir bereits am Vorabend des 03.03. ein starkes Zeichen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in einer vermeintlichen Homezone der Nazis setzen.

Aus Münster wird es eine gemeinsame Anreise nach Hamm geben. Treffpunkt ist um 18:45 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs in Münster. Die Demo startet um 19:45 Uhr am Bahnhof Hamm.

Alle weiteren Infos zur Demo gibt es bei der Antifa Hamm.

Keinen Meter: Kundgebungen am 3. März

Unser Bündnis hat drei Kundgebungen (rote Punkte) rund um die Naziroute (blau) angemeldet. Alle Kundgebungen beginnen am 3. März um 9:00 Uhr morgens.

Westlich der Schienen:
1.) Hoher Heckenweg/Piusallee
2.) Westausgang vom Haltepunkt Zentrum Nord

Nord-Östlich der Schienen:
3.) Hoher Heckenweg/Edelbach

Anlaufpunkte
Das Theater Pumpenhaus (grünes Kreuz) öffnet am 3. März seine Türen und kann Protestierenden als Anlaufstelle und Ruheort dienen.
Am Hauptbahnhof Münster sind an beiden Ausgängen angemeldete Infopoints.

Weitere Anlaufpunkte und Orte werden wir zeitnah veröffentlichen. Wir rufen auch dazu auf, falls möglich, schon sehr früh ins Rumphorst-Viertel zu gehen.

Anreise aus Norddeutschland:
Treffpunkt ist um 9:00 Uhr in die Bahnhofshalle am Osnabrücker Hauptbahnhof, dann geht es weiter nach Münster. Informationen und eine Pennplatzbörse für Menschen und Gruppen mit einer langen Anreise gibt es bei der Antifaschistischen Aktion Osnabrück.

Mehr Infos:

Dresden: Weit über 10.000 Menschen auf Antifa-Demo


Weit über 10.000 Menschen demonstrierten am Samstag, den 19.02.2012 in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gegen Neonazis und Rassismus. Sie folgten einem Aufruf des Bündnis „Dresden Nazifrei“, dem es in den Jahren 2010 und 2011 gelang, den bis dato größten Naziaufmarsch Europas zu blockieren. In diesem Jahr versuchten die Nazis lediglich am 13. Februar einen „Fackelmarsch“ durchzuführen – mit kläglichem Resultat. Aufgrund von starken Protesten und Blockaden konnten sie nur eine sehr kurze Route laufen. Am Samstag, dem Tag ihres obligatorischen Großaufmarsches, tauchten sie gar nicht mehr in Dresden auf. Damit scheint der Naziaufmarsch in Dresden endgültig Geschichte zu sein. Dass dieses Ziel im vierten Jahr der bundesweiten antifaschistischen Mobilisierung so nah scheint, hatten wir uns 2009 noch nicht träumen lassen. (mehr…)

LOTTA 46: Schwerpunkt Rechtsterrorismus

Die 46. Ausgabe der antifaschistischen Zeitschrift LOTTA ist im Januar erschienen. Der Schwerpunkt beschäftigt sich anlässlich des Bekanntwerdens des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ ausführlich mit dem – aktuellen wie historischen – Rechtsterrorismus und beleuchtet die Rolle des Verfassungsschutzes. Außerdem werden die Reaktionen der Naziszene auf die Mordserie geschildert und über Nazistrukturen in der Eifel, in Wuppertal sowie in vielen anderen Regionen NRWs, Rheinland-Pfalz und Hessen berichtet. Empfehlenswert sind auch die Artikel über Straßen, die nach NS-belasteten Personen benannt sind (aktuell findet dazu ja eine große Debatte in Münster statt) sowie eine Kritik am Projekt „Dortmund den Dortmundern“, wo Familienministerin Schröder hunderttausende Euro für ein zweifelhaftes Projekt „gegen Rechtsextremismus“ ausgibt, dass allen Ernstes mit Kadern der Neonaziszene aus Dortmund sozialpädagogisch arbeiten will.
Unterstützt die LOTTA – Kauft euch die neue Ausgabe oder schaltet ein Abo!

3. März: Route des Naziaufmarsches bekannt


Die Polizei hat am Donnerstag die Route der Nazis am 3. März bekannt gegeben. Die Nazis sollen am Ostausgang des Bahnhofs Zentrum Nord um 12:30 Uhr mit einer Kundgebung starten. Von dort geht es über die Straßen Im Hagenfeld, Hoher Heckenweg, Markweg, Joseph-Haydn-Straße, Sibeliusstraße und Telemannstraße zurück zum Bahnhofzentrum Nord. Die Route ist offenbar Ergebnis eines Deals zwischen der Polizei und den Nazis. Ursprünglich wollten die Nazis vom Bahnhof Nord bis zum Hauptbahnhof laufen. Die nun verhandelte, keine 3 Kilometer lange, Route ist für die Nazis wesentlich kürzer und unattraktiver, ist aber aus Sicht der Polizei besser zu kontrollieren.
Das Bündnis „Keinen Meter“ hat beschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren. Uns ist es egal, ob die Nazis in der Innenstadt oder in einem abgelegenen Vorort aufmarschieren – wir wollen, dass die Nazis keinen Meter laufen!

Dresden am 18.02. 2012: Tipps für die Fahrt

Am 18. Februar wollen wir in Dresden demonstrieren. Aus Münster werden zwei Busse nach Sachsen fahren. Im Moment sieht es allerdings so aus, als ob die Nazis ihren Großaufmarsch am 18. Februar aufgegeben haben und lediglich zu ihrem „Fackelmarsch“ am 13. Februar mobilisierten. Das ist ein großer Erfolg, der auf unsere Blockaden in den Jahren 2010 und 2011 zurückgeht. Das Bündnis „Dresden Nazifrei“ und die antifaschistischen Gruppen haben sich dazu entschlossen, die Mobilisierung nach Dresden trotzdem aufrecht zu erhalten. Schließlich wollen wir sicher stellen, dass es am kommenden Samstag keinen Naziaufmarsch gibt. Wir bereiten uns deshalb auf zwei Varianten vor:

A) Einige Nazis erscheinen in Dresden und wollen marschieren. Dann werden wir sie mit Massenblockaden stoppen.
B) Wenn es keinen Naziaufmarsch gibt, werden wir eine kraftvolle und große antifaschistische Demonstration in Dresden veranstalten. Wir werden uns mit dieser Demonstration vor allem gegen die Kriminalisierungsversuche und die Repression durch die sächsischen Behörden wehren und für einen konsequenten und erfolgreichen Antifaschismus werben!

Falls ihr mit uns von Münster nach Dresden fahrt, beachtet bitte folgende Tipps. (mehr…)

Neonazis aus Münster bei Naziaufmarsch in Soest

Am 11.02.2012 fand in Soest ein Naziaufmarsch statt. Anmelder dieses Aufmarsches war Sascha Krolzig von der „Kameradschaft Hamm“, der auch Anmelder der Nazidemo am 3. März in Münster ist. Anlass der Nazidemo war die Urteilsverkündung in der Verhandlung um den Tod eines 20-jährigen Jugendlichen. Die Nazis instrumentalisieren den Tod des Jugendlichen, da sie dem Täter einen Migrationshintergrund zuschreiben. Der Vater des getöteten Jungen hatte sich zuvor in der Soester Tageszeitung zu Wort gemeldet und erklärt, dass die Vereinnahmung durch die Nazis sehr belastend für ihn und seine Familie sei. Dies hinderte Leichenfledderer Sascha Krolzig und seine Kamerad_innen nicht daran mit einem Transparent, das mit dem Gesicht des Jugendlichen bemalt war, durch Soest zu ziehen und rassistische Parolen wie „Ali, Mehmet, Mustafa, geht zurück nach Ankara“ zu brüllen.

Bereits im Februar 2011 Demonstrierten ca.150 Neonazis eine Woche nach dem gewaltsamen Tod des Jugendlichen. Wobei 800 SoesterInnen gegen die Neonazis demonstrierten und es von antifaschistischer Seite eine zeitweilige Blockade der Demonstration gab. Dieses Jahr kamen ca. 130 Neonazis, darunter auch einige Nazis aus Münster. Während der Demonstration sprachen Axel Reitz aus Köln, Sven Skoda aus Düsseldorf und Sascha Krolzig aus Hamm sowie Marcel Haliti (Kreisvorsitzender der NPD in Essen) und Kevin Koch aus Wuppertal. Die Nazis riefen während der Demonstration u.a. Parolen wie:‘‘Alles für Volk, Rasse und Nation‘‘ oder ‘‘Deutschland den Deutschen, Ausländer raus‘‘. Obwohl diese Parolen als Volksverhetzung zu werten sind, schritt die Polizei nicht ein. Von antifaschistischer Seite gab es mehrere Störversuche von über 100 Antifaschist_nnen an den Kundgebungsorten der Nazis. In der Soester Innenstadt fand zeitgleich eine Kundgebung gegen Nazis mit ca. 500 Teilnehmer_innen statt.
Der münsteraner Neonazi Achim Kemper (Foto) war einer der Ordner auf dieser Demonstration. Achim Kemper von den „Nationalen Sozialisten Münster“ ist auch maßgeblich an der Organisation der Nazidemo am 3. März beteiligt.

Zum Weiterlesen
:
Bericht von Antifas aus Soest
Artikel über den Aufmarsch bei NRW rechtsaußen
Analyse der Antifa UNited

Naziaufmarsch am 11.o2. in Soest verhindern!

Nach der Urteilsverkündung im Prozess um den Messerstich im Anno vor einem Jahr, haben Neonazis aus dem Ruhrgebiet zum zweiten Mal in Folge einen Aufmarsch in Soest angemeldet. Sie versuchen durch die Instrumentalisierung des Todes von Tim K. ihre rassistische Propaganda, getarnt  durch das Herbeihalluzinieren eines „Volkstodes“ und die Angst vor steigender Ausländerkriminalität, in die Mitte der Bevölkerung zu tragen.
(mehr…)