Archiv für Juni 2011

Gegen die Innenministerkonferenz in Frankfurt

Alle reden vom Wetter – Wir nicht!
Bahn fahren mit der Antifaschistischen Linken Münster

Vom 21.06. – 22.06.2011 findet in Frankfurt am Main die halbjährliche Innenministerkonferenz (IMK) statt. Dort werden im Kreise der Innenminister_innen die Ziele der Innenpolitik ausgehandelt. Wie zum Beispiel: Integration und Einwanderung, Ausweitung der Polizei- und Geheimdienstarbeit sowie die Diffamierung von emanzipatorischer Politik unter der Ausweitung des Labels „Extremismus“. Aus dieser Denkfabrik stammen u.a. die Fragen des Zensus2011. Dies wollen wir nicht unkommentiert lassen.

Alle hinda!

Auftakt des Protestes ist die Flughafen-Demonstration in Frankfurt am 20.06.2011 um 18.00 Uhr. Das no border Bündnis nimmt die IMK zum Anlass am größten Abschiebeflughafen Deutschlands zu demonstrieren gegen Ausgrenzung und menschenverachtende Flüchtlingspolitik. Unter dem Motto „Tatort Flughafen“ wollen sich die Aktivist_innen dafür einsetzten eine dauerhafte Gedenktafel zu installieren, die den Menschen gedenken soll, die bei ihrer Abschiebung ihr Leben lassen mussten – insbesondere zweier Menschen, die in Frankfurt durch die Einwirkung der Grenzschutzbeamt_innen ihr Leben verloren haben.
Nähere Infos: noborderffm.blogsport.de

Wir kommen um zu stören!
Am 22.06.2011 ruft das Bündnis „IMK auflösen“ zur Großdemonstration in Frankfurt auf. Die Demo beginnt um 18.00 Uhr. Münsteraner_innen, die nicht mit uns schon am 20.06. angereist sind, haben u.a. die Möglichkeit mit dem AK Antifa Köln in ihrem Bus zur Demonstration zu fahren. Karten und weitere Infos findet ihr hier: imkaufloesen.blogsport.de/anfahrt
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… und wir bringen ganz bestimmt keine Blumen!
Herzlichen Glückwunsch zur Krise, we are not only a few enemies! Besonders ans Herz legen wollen wir euch den Aufruf des „ums Ganze“ Bündnisses zur IMK und wir wollen auch an ihrem Block partizipieren. umsganze.de Wir wollen keine Integration und haben keinen Bock auf den rassistischen Diskurs der „Deutschen Leitkultur“. Wir schließen uns den Forderungen von „ums Ganze“ an: Wir wollen eure Ordnung fallen sehen, lieber heute als morgen. Wir wollen eine Gesellschaft ohne Staat, Nation und Kapital – und ganz sicher ohne Ausländerbehörde.

In diesem Sinne: IMK auflösen, Kapitalismus abschaffen!

Das Moped ist uns zu lahm, auf die Blumen ist geschissen!

20.06.2011 – 11.00 Uhr Münster Hauptbahnhof. Haupteingang.
Gemeinsame Anreise aus Münster für Interessierte.
Rückreise am 22.06.2011 nach der Demonstration in Frankfurt.
Wer nicht am 20.06. anreisen kann/ möchte, nutzt die Buskoordination am 22.06. vom AK Antifa Köln: bus-koeln@riseup.net

Infos:
Die Fahrtkosten werden solidarisch geteilt (Länderticktes).
Pennplätze müssen allerdings beim lokalen IMK auflösen Bündnis angefragt werden.
(imkaufloesen@riseup.net)

Searchlight imJuni

NS -Täter_innen vor Gericht

Da die Vortragsveranstaltung im April leider ausfallen musste, holen wir sie Ende Juni nach!

Im April 2011 ist eine Entscheidung im Fall des 90-jährigen John Demjanjuk zu erwarten, der als ehemaliger „ausländischer Hilfswilliger“ der SS wegen Beihilfe zum Mord an 27.900 Jüdinnen und Juden im Vernichtungslager Sobibor in München vor Gericht steht. Auch wenn die deutsche Justiz derzeit einen überraschenden Verfolgungswillen an den Tag zu legen scheint, verlief die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen in der BRD zögerlich und schleppend. Nur ein Bruchteil der Täter und Täterinnen musste sich vor Gericht verantworten, die große Mehrheit entging einer Strafverfolgung.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den juristischen Umgang mit NS-Täter_innen in der BRD und geht dabei auch vergleichend auf andere europäische Staaten ein. Dabei wird die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in ihren jeweiligen zeithistorischen Kontext gestellt und ein Blick auf die Täter_innenbilder geworfen, die der Nachkriegsgesellschaft zur Abgrenzung und Exkulpation dienten. Außerdem wird am Beispiel des Düsseldorfer Majdanek-Prozesses (1975-1981) auch eine geschlechtergeschichtliche Perspektive auf NS-Täterschaft eingenommen.

Die Referentin ist Historikerin am Institut für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Düsseldorf.

Donnerstag, 30 .Juni 2011 // 20.00 Uhr
Club Courage // Friedensstraße 42 //Münster

Dortmunder Antifa-Bündnis zum „Antikriegstag“

Dortmunder Antifa-Bündnis zum AntikriegstagZum siebten Mal in Folge mobilisieren Dortmunder Neonazis in diesem Jahr für Anfang September zum „Nationalen Antikriegstag“. Der Aufmarsch hat sich zu einem der zentralen Events der deutschen Neonaziszene entwickelt, wenngleich er von der Polizeiführung in den letzten beiden Jahren kurzfristig verboten und zu einer stationären Kundgebung umgewandelt wurde. Mit dieser Strategie machte die Dortmunder Polizei nicht nur den Neonazis, sondern auch den tausenden linken Gegendemonstrant_innen einen Strich durch die Rechnung. Ihr Protest verpuffte weitgehend wirkungslos fernab der Öffentlichkeit.
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Nazis wollen in Hamm marschieren

Am 1. Oktober 2011 wollen Neonazis aus der Region unter dem Motto „Den deutschen Volkstod stoppen! Wir lassen uns nicht BRDigen!“ in Hamm einen Aufmarsch durchführen. Bereits im Oktober vergangenes Jahr versammelten sich rund 230 Neonazis zu einem thematisch ähnlich gelagerten Aufmarsch durch den Westen Hamms. Offenbar wollen die rechten OrganisatorInnen, die sich als „Freie Kräfte aus der Region“ bezeichnen, einen festen Termin im Kalender der extremen Rechten etablieren. Über antifaschistische Gegenaktionen werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Siehe auch: Neonazis demonstrieren am 1. Oktober in Hamm (r-press)

Informationen zur Hammer Naziszene gibt es in der aktuellen Ausgabe der Antifa-Zeitung Lotta.