Save the Date: 10 Jahre ALM!

Unser Redebeitrag auf der Kundgebung am 8. Mai 2018

Am vergangenen Wochenende hat der Kreissprecher der AfD in Münster, Martin Schiller einen Wochenendausflug in das rheinland-pfälzische Neustadt gemacht. Dort war er Teilnehmer des diesjährig zum ersten Mal stattfindenden sogenannten „Neuen Hambacher Fests“, auf dem sich ein breiter Querschnitt rechter Akteure von Konservatismus bis hin zur extremen Rechten zusammengefunden hat. Als Redner trat unter anderem der AfD Bundesvorsitzende Jörg Meuthen auf. In seiner Rede sah er die Teilnehmer der Veranstaltung in der Sorge darum geeint, ob und wenn ja wie eine Zukunft nachkommender Generationen in Deutschland überhaupt noch möglich sei. Von einer gedeihlichen Zukunft für die Heimat könne bald nicht mehr gesprochen werden. Offenbar ist bald alles kaputt, alles in Trümmern, nichts mehr wie es war. Spitze einer historischen Entwicklung. Endzeit.
Erstmal nicht problematisch könnte man meinen. Warum sollten die kulturpessimistischen Perspektiven eines grauhaarigen Ökonomen irgendeine Rolle für uns spielen?
Zum einen, weil Jörg Meuthen der Vorsitzende der AfD ist und seine Thesen damit stellvertretend für einen nicht unerheblichen Anteil der Bevölkerung formuliert.
Zum anderen, weil Meuthens Kulturpessimismus Teil eines rechten Geschichtsbilds ist, welches sich zu einer Bedrohung für die plurale und perspektivisch befreite Gesellschaft entwickelt. Will man die geschichts- und erinnerungspolitischen Positionen der AfD analysieren, wird natürlich zuvorderst ein Blick auf den Umgang der Partei mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands geworfen: Werden historisch einzigartige Verbrechen relativiert oder gar geleugnet? Wie wird über diese gesprochen? (mehr…)

Unser Redebeitrag bei der Demo am 12. Mai 2018

Liebe Freundinnen und Freunde,
von der Idee der Gleichheit aller Menschen hält die AfD nicht viel. Dies zeigt sich nicht nur in ihrer Haltung zu Migration oder zum Sozialstaat. Besonders unverhohlen vertritt die Partei ihr anti-egalitäres Menschenbild, wenn es um die Frage der Geschlechtergerechtigkeit geht. Klassische Geschlechterrollen und patriarchale Verhältnisse sieht die AfD als naturgegeben an. Antifeminismus ist neben Rassismus das zweite Standbein der AfD. Zur großen Erzählung des angeblichen Niedergangs Deutschlands gehört neben dem heraufbeschworenen Bedrohungsszenario „Migration“ immer auch das Feindbild Feminismus. (mehr…)

Kein Frieden mit der AfD – Antifaschistische Demonstration am 12.5. in Münster from Keine Bühne on Vimeo.

Keine Bühne der AfD! Antifaschistische Demonstration am 12. Mai in Münster

Vom 9. bis 13.05.2018 findet mit dem 101. Deutsche Katholikentag ein Großevent in Münster statt. Erstmalig bieten die VeranstalterInnen der AfD im Rahmen des Katholikentags ein Podium. Der „kirchenpolitische Sprecher“ der AfD und Anhänger des Höcke-Flügels, Volker Münz, soll mit anderen Vertretern der Bundestagsfraktionen bei einer Podiumsdiskussion auftreten. Seit dies bekannt ist, forderten zahlreiche Gruppierungen die Ausladung des AfD-Mannes. Doch allen guten Argumenten [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7] zum Trotz beharren die VeranstalterInnen auf ihrer Einladung, denn schließlich sei die AfD nun im Bundestag vertreten… Die Teilnahme der AfD ist weiterer Schritt zur Normalisierung der extrem rechten Partei, denn beim Katholikentag vor zwei Jahren waren die Rechten noch ausdrücklich unerwünscht. Das „Keinen Meter“-Bündnis wird deshalb vor der Veranstaltung mit der AfD eine Demonstration organisieren, die um 12 Uhr am Servatiiplatz startet und zur Halle Münsterland ziehen wird.

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11. Mai – Kneipe: Katholiken aufs Korn nehmen!

Neuer Monat – neue Pien Kabache. Während die ganze Stadt mit Katholiken belagert wird, wollen wir bei der Pien Kabache einem gemütlicheren Gott huldigen: Ebenso wie das fliegende Spaghettimonster besteht er aus 100 % Getreide: Der gelobte Doppelkorn!

Neben Longdrinks aus diesem Ambrosia haben wir für euch natürlich Bier, Mate und Softdrinks zu guten Preisen. Dazu gibt es bei gutem Wetter vegane Spieße vom Grill.

Als Entertainment haben wir neben entspanntem Punkrock noch eine atheistische Videoinstallion für euch auf Lager. Kommt rum, wird gut!

20 Uhr / Baracke Münster / Eintritt frei / Alle Gewinne werden für antifaschistische Zwecke gespendet!

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

P.S.: wer Facebook nutzt, kann auch hier klicken

Unser Redebeitrag auf der „Keinen Meter“-Kundgebung am 25. April 2018 in Münster

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir stehen heute Abend gemeinsam hier, weil die AfD eines der letzten Schlupflöcher nutzt, das sie hat, um Veranstaltungen in öffentlichen Räumen durchzuführen. Denn genauso wie die große Mehrheit der Münsteranerinnen und Münsteraner haben die Gastwirtinnen und Gastwirte in Münster keinen Bock auf die AfD. Mit Ausnahme des Kellers der wenig repräsentativen Gaststätte „Uppenberg“ und der fernab gelegenen „Villa Rinaudo“ findet die AfD in Münster keinen Raum mehr für ihren reaktionären Mix aus Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Revisionismus und Antisemitismus. Deshalb greift sie nun auf den letzten Strohhalm zurück, der ihr bleibt: Das Gleichbehandlungsprinzip aller Parteien im Münsteraner Rat. (mehr…)

Kein Raum in der Stadtbücherei für die AfD und rechtsradikale Vordenker!

Die AfD wird am Mittwoch, den 25. April 2018 in der Stadtbücherei Münster einen Vortrag mit Karlheinz Weißmann, einem der wichtigesten Vordenker der extremen Rechten, abhalten. Das „Keinen Meter den Nazis“-Bündnis ruft zu einer Protestkundgebung auf, die um 19 Uhr vor der Stadtbücherei beginnen wird. Bitte kommt zahlreich.
Im Folgenden der Aufruf zu der Kundgebung. (mehr…)

8. Mai: Erinnern heißt Handeln

Gemeinsam mit der VVN/BdA und vielen weiteren Gruppen, die sich mit uns im „8. Mai Bündnis“ zusammengeschlossen haben, veranstalten wir auch in diesem Jahr die traditionelle Gedenkkundgebung am 8. Mai - dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus! Die Kundgebung startet um 18 Uhr am Zwinger an der Promenade/Ecke Kanalstraße, der während der NS-Zeit als Gestapo-Gefängnis missbraucht wurde. Es wird verschiedene Rede- und Kultur- und Musikbeiträge geben.

Am 13. Mai laden wir dann gemeinsam mit dem Autonomen Frauenreferat des AStA der Uni Münster in das Kino „Cinema“ an der Warendorfer Straße ein. Dort präsentieren wir den Film „Liza ruft“ – einen Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Fania Yocheles-Brantsovskaya war 19 Jahre alt als die Wehrmacht 1941 in ihre Heimatstadt Vilnius einfiel. Sich der deutschen Vernichtungspläne bewusst, schloss sich Fania der jüdischen Widerstandsgruppe „Fareinikte Partisaner Organisatzije (FPO)“ an. „Liza ruft!“ wurde die Losung für ihren Kampf. Im Gespräch mit Fania, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen zeichnet LIZA RUFT! das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau.Im Anschluss an den Film folgt ein Gespräch mit dem Filmemacher Christian Carlsen. Karten gibt es an der Kinokasse.

Neonazi und IB-Kader bei der „Münsterer Burschenschaft Franconia“

Der Neonazi und Kader der „Identitären Bewegung“ (IB) Robert Malcoci ist im Wintersemester 2017/2018 Mitglied der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ geworden. Malcoci stammt aus einer Familie von Neonazi-Aktivist*innen, sein Vater Christian war über viele Jahre einer der einflussreichsten Neonazis in Westdeutschland. Seine Mutter Maria-Luise Süß-Lindert ist ebenfalls aktive Neonazistin. Wie seine beiden Brüder Karl und Timm bewegte sich der 1993 geborene Robert Malcoci in den Kreisen um die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) sowie, nach deren Verbot im Jahr 2012, im Umfeld der „Die Rechte“. Seit 2014 ist er bei der IB aktiv, zuerst in Niedersachsen, später dann in Aachen. Dass sich Robert Malcoci ausgerechnet der „Münsterer Burschenschaft Franconia“ angeschlossen hat, dürfte kein Zufall sein. Sie ist die einzige Studentenverbindung der Stadt, die noch im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) organisiert ist und steht selbst weit rechtsaußen. In ihrem völkischen Nationalismus gleichen sich IB, Burschenschaft und Neonazis stark. Vom Bedeutungszuwachs der AfD profitierten auch die Burschenschaften. Mittlerweile ist einn Netzwerk aus Burschenschaften, „Identitärer Bewegung“ und AfD entstanden, das sich auch in Münster findet. So nahm Robert Malcoci mit weiteren Burschenschaftlern sowie Mitgliedern der AfD bzw. der Jungen Alternative am 1000-Kreuze-Marsch im März in Münster statt. Das Foto oben zeigt Malcoci (hinten, 2. v.l.) zusammen mit Alexander Leschik (hinten links), dem stellvertretenden Sprecher der AfD Münster.

Über die Verbindung der „Franconia“ ins extrem rechte Milieu berichtet aktuell der Münster-Blog „Die Wiedertäufer“.

Ausführliche Informationen zu Robert Malcoci sowie eine politische Einordnung von IB und Burschenschaft findet ihr in unserem Text auf dem Blog Münsterland rechtsaußen.



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