Barkhindo bleibt! – Abschiebung verhindern!

Der Saerbecker Barkhindo Diallo, der mit 17 Jahren nach Deutschland flüchtete, soll abgeschoben werden. (Barkhindos Geschichte) Seine Freund*innen wollen dies nicht zu lassen und haben deshalb die Initiative „Barkhindo bleibt“ gegründet. Am 19. September 2014 startet um 11 Uhr in Münster der Gerichtsprozess, bei dem über Barkhindos Bleiberecht entschieden wird. Die Initiative und wir rufen dazu auf, den Prozess zu besuchen, um Barkhindo zu unterstützen:

Wir halten es für richtig dort mit möglichst vielen Menschen aufzutauchen und Barkhindo zu unterstützen. Ohnehin dürfte dadurch ein gesteigertes öffentliches Interesse signalisiert werden und Druck aufgebaut werden. Packt eure Freund_innen, Familien und Mitstreiter_innen ein und kommt vorbei. Tipp: Falls ihr ins Gerichtsgebäude wollt, kommt lieber ein bisschen früher da sich der Einlass in die Länge ziehen kann.Über weitere Aktionen und den genauen Ort des Prozesses informieren wir euch rechtzeitig. („Barkhindo bleibt“)

Mehr Informationen findet ihr auf der Sonderseite „Barkhindo bleibt“.

Erfolgreiche Blockaden in Dortmund drängen Nazis an den Rand

Mehrere Blockaden auf der Katharinenstraße, Schmiedingstraße und der Kampstraße sorgten dafür, dass am Samstag, dem 23. August eine Kundgebung von „Die Rechte“ nicht wie geplant stattfinden konnten. Die Neonazis wurden an den Rand gedrängt und ausgepfiffen. Bereits nach 45 Minuten beendeten die 85 Neonazis ihre Kundgebung unter dem Motto „Weg mit dem NWDO-Verbot“ und ein Teil von ihnen fuhr mit der U-Bahn in die Nordstadt, um in der Nähe einer besetzten Kirche, in der das Soziale Zentrum „Avanti“ entsteht, eine weitere Kundgebung durchzuführen. Diese war schon am Morgen bei der Polizei angemeldet worden, die diese Anmeldung aber nicht öffentlicht machte. Auch in der Nordstadt gab es lautstarken Protest. Insgesamt demonstrierten vermutlich an die 400 AntifaschistInnen gegen die Neonazis. Zu den Blockadeaktionen hatte das spektrenübergreifende Bündnis „Blockado“ aufgerufen.

Berichte finden sich u.a. bei den Nordstadtbloggern, beim Blick nach Rechts und NRW Rechtsaußen.

Nazikundgebung am 23. August in Dortmund verhindern!

Treffpunkt für Münster: 11:15 Uhr auf Gleis 3

Die Partei “Die Rechte” ruft für Samstag, den 23. August zu einer Kundgebung an den Katharinentreppen in Dortmund auf. Vorgeblicher Anlass für die Kundgebung ist der zweite Jahrestag des Verbotes des “Nationalen Widerstand Dortmund” (NWDO) durch das nordrhein-westfälische Innenministerium. Zeitgleich zur Nazikundgebung findet rund um die Reinoldikirche der jährliche Christopher-Street-Day (CSD) statt. Das antifaschistische BlockaDO-Bündnis ruft dazu auf, Katharinentreppen frühzeitig zu besetzen, um eine Nazikundgebung am Eingangstor der Stadt unmöglich zu machen.

Das Bündnis empfiehlt: „Achtet bitte auf unsere aktuellen Mitteilungen auf unserer Webseite, auf Twitter und Facebook. Gemeinsam wollen wir diese Provokation verhindern. Der CSD ist ein fröhlicher, bunter, schriller, chilliger und lauter Tag, entsprechendes Outfit ist angesagt“ Website von BlockaDO

Nazis wollen am 3. Oktober durch Hamm marschieren

Der Hammer Kreisverband der Neonazi-Partei „Die Rechte“ kündigt für den 3. Oktober einen Aufmarsch in Hamm an. Das Motto der am „Tag der Deutschen Einheit“ stattfindenden Demonstration lautet „Wir sind das Volk – Gemeinsam für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung“. In welchem Stadtteil der Aufmarsch starten soll, teilten die Neonazis noch nicht mit. Auch wurden noch keine Pläne für eine etwaige „Vorabend-Demonstration“ bekannt gegeben. 2011 und 2013 fanden solche Aufmärsche am Vortrag in Unna statt. 2010 wurde eine Kundgebung in Ahlen durchgeführt. Gegen den Naziaufmarsch in Hamm wird es Gegenaktivitäten geben.

Weitere Informationen:
Bericht bei „NRW Rechtsaußen“
Antifaschistische Aktion Hamm

LOTTA 56 erschienen

„Baustelle NSU-Aufklärung“ ist der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe der LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen überschrieben, weil man auch zweieinhalb Jahre nach Aufdeckung der Neonazi-Terrorzelle und trotz vieler bekanntgewordener Details noch „meilenweit“ von „einem kompletten Bild“ des NSU entfernt sei, wie die Redaktion in der Einleitung schreibt – „ob es sich überhaupt je wird fertigstellen lassen, ist fraglich“.
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8. August: Antifa-Konzert in der Baracke

Am 8. August ist es wieder soweit, die Autonome Antifa Rheinee veranstalten eine Hardcore/Punkshow in der Baracke Münster. Die Flensburger von Dark Hansen sind auf kleiner Tour mit ihrem düsteren und schleppenden Hardcore und bringen noch Bijou Igitt (Punkrock) aus Hamburg mit. Anschließend könnt ihr bei der Antifakneipe Pien Kabache noch bis in die Puppen feiern und tanzen. Alle Gewinne vom Konzert werden (auch diesmal) für Anwaltskosten wegen der Rote Flora-Demonstration gespendet!

Konzert: Einlass ist 20 Uhr! Eintritt kostet 5 Euro!
„Pien Kabache“: Einlass ist 23 Uhr! Eintritt ist umsonst!

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Polizeigewalt muss Konsequenzen haben! – Bericht zur Demo am 04.07

Die Blumen sind für Sie Herr Polizist…
Am Ort der Auftaktkundgebung am Stadthaus I wurde die Demonstration durch die Einsatzhundertschaft aus Recklinghausen begrüßt. Die Damen und Herren kamen nicht ohnehin ihre Großzügigkeit zu beweihräuchern und von Zurückhaltung zu schwadronieren. Ein “Danke” indes wäre ein Wort zuviel, der Einsatz stellt sich zwar anfänglich als besonnen dar, aber hier würde man eine Selbstverständlichkeit loben und damit einen Gefallen der keiner war. Konstatieren muss man zu dem, dass ein solches Aufgebot im Rahmen der Mobilisierung des “Keinen Meter”-Bündnisses und der Ausrichtung der Demonstration deutlich überzogen gewesen ist. Statt dem Karnevalsverein blau-weiss-grün aus Recklinghausen hätten wir uns damit begnügen können ein paar Verkehrswächter_innen begrüßen zu dürfen – deren Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Straßenverkehr gerichtet wäre. (mehr…)

Dokumentation: Vortrag zum NSU-Komplex

Seit gut einem Jahr läuft vor dem Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen der Pro­zess gegen Beate Zschä­pe und vier mut­maß­li­che Hel­fer aus der Neo­na­zi-​Sze­ne, denen die Be­tei­li­gung an den Mord­ta­ten des „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grunds“ (NSU) vor­ge­wor­fen wird. Da trotz zahl­rei­cher neuer In­for­ma­tio­nen ist auch zwei­ein­halb Jahre spä­ter das Bild des NSU-​Kom­ple­xes für Au­ßen­ste­hen­de nicht un­be­dingt über­sicht­li­cher ge­wor­den, haben wir zusammen mit weiteren PartnerInnen am 25. Juni 2014 eine Infoveranstaltung organisiert. Zwei VertreterInnen von NSU-Watch zeigen in ihrem Vortrag, wel­ches Bild des NSU sich heute zeich­net. Im ersten Teil des Vortrags wurde ein kurzer Film vom Schweigemarsch 2006 in Kassel gezeigt, bei dem mehrere tausend Menschen unter dem Motto „Kein 10. Opfer“ demonstrierten.

Am 7. November 2012 referierte Katharina König (MdL Die Linke) auf unsere Einladung hin ebenfalls zum NSU-Komplex. Einen Mitschnitt dieses Vortrags findet ihr hier.

„Pien Kabache“ – Antifa-Kneipenabend in der Baracke

Am Freitag, den 11. Juli 2014 startet unser Kneipenabend „Pien Kabache“ wieder voll durch – es wird größer, toller & lauter! Nach einer kleinen Zwangspause erwartet euch die Antifa-Kneipe jeden 2. Freitag in der Top-Location Baracke (Scharnhorststraße 100). Der Ort hat sich geändert – die Devise bleibt gleich: Punk, Bier und Cocktails!

Wenn ihr euch fragt, was dieser komische Name soll, hier eine kleine Erklärung: „Pien Kabache“ ist Masematte und bedeutet so viel wie „Trink-Stube“. Masematte ist ein im 19. Jahrhundert entstandener Soziolekt, der nur in wenigen von Arbeiter_innen und Armen geprägten Vierteln Münsters gesprochen wurde. Der Wortschatz ist beeinflusst von Jiddisch, Romani und slawischen Sprachen.

Kommt vorbei! „Pien Kabache“ – die Antifa-Kneipe in der Baracke, jeden 2. Freitag im Monat, ab 20 Uhr.

Der Abend wird von der Antifaschistischen Linken Münster, der Autonomen Antifa Emsdetten und der Autonomen Antifa Rheine veranstaltet. Eine Wegbeschreibung zur Baracke findet ihr hier.

„Polizeigewalt muss Konsequenzen haben“ – Demo am 4. Juli in Münster

Gut eine Woche nach Bekanntwerden der erneuten Einstellung des Verfahrens gegen einen Polizisten, der am 3. März 2012 einen jungen Demonstranten schwer verletzt haben soll, ruft das „Keinen Meter“-Bündnis zu einer Demonstration am 4. Juli 2014 in Münster auf. Startpunkt ist um 18 Uhr am Stadthaus I an der Klemensstraße, nach einer Auftaktkundgebung zieht die Demo von dort in das Hansaviertel. Uns empört die Dreistigkeit, mit sich der die Staatsanwaltschaft über die Feststellung des Oberlandesgerichtes und der Öffentlichkeit, dass hier der begründete Verdacht der „Körperverletzung im Amt“ besteht, hinwegsetzt und den prügelnden Polizisten schützt. Wir wissen aber auch, dass dies kein leider Einzelfall ist! Im Folgenden der Aufruf zur Demonstration:

Polizeigewalt muss Konsequenzen haben! Solidarität mit den Betroffenen!

Der 3. März 2012 in Münster: Die Polizei setzt einen Aufmarsch von 300 Nazis durch das Rumphorstviertel gegen den entschlossenen Protest von 7000 Menschen mit aller Härte durch. In den Mittagsstunden entdecken mehreren Polizist_innen der 17. Bereitschaftspolizeihundertschaft (BPH) aus Münster an der Stettiner Straße einen jungen Mann, den sie verdächtigen, einige Zeit zuvor eine Straftat begangen zu haben. Die Gruppe entschließt sich, den Mann vor Ort in Gewahrsam zu nehmen. In einem für sie günstigen Moment stürmen sie los, rennen ihn mit vollem Körpereinsatz um und bringen ihn brutal zu Boden. Ein Polizist schlägt dabei mehrfach auf den Demonstranten ein. Der Demonstrant verliert für einen längeren Zeitraum das Bewusstsein. Er wird vor Ort von einer Notärztin aus den Kreisen der Demonstrant_innen erstversorgt, von Rettungskräften intubiert und schließlich in die Intensivstation eingeliefert. Erst am Abend bessert sich sein Zustand, er erleidet durch den Übergriff der Polizei ein Schädel-Hirn-Trauma. (mehr…)



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