Nazis am 1. Mai in Dortmund blockieren

Erneut wollen Neonazis am 1. Mai aufmarschieren und den traditionellen ArbeiterInnenkampftag in einen „Tag der nationalen Arbeit“ umdeuten. Wie im letzten Jahr wird der Aufmarsch von der Partei „Die Rechte“ organisiert, die die Nachfolgeschaft des verbotenen „Nationalen Widerstands in Dortmund“ angetreten hat. War die Situation in Dortmund in den letzten Jahren dadurch gekennzeichnet, dass das antifaschistische Spektrum in mehrere konkurrierende Bündnisse gespalten war, die alle zu eigenen Aktionen mobilisierten, so ist eine Einigung erzielt worden: Im Bündnis „BlockaDO“ haben sich „Dortmund stellt sich quer“, „Dortmund Nazifrei“ und autonome Antifa-Gruppen zusammengeschlossen. Der Aufruf von „BlockaDO“ wird von vielen Initiativen und Einzelpersonen aus Dortmund unterstützt. Das Bündnis hat sich den folgenden Aktionskonsens gegeben:

Wir sind ein breites Netzwerk aus unterschiedlichen Spektren, die gemeinsam und solidarisch handeln.
Wir sind entschlossen, Naziaufmärsche mit Blockaden zu verhindern.
Unsere Blockaden sind Menschenblockaden, bei denen alle mitmachen können.
Unsere Blockaden sind ein gerechtfertigtes Mittel des passiven Widerstands und des zivilen Ungehorsams.
Die Vielfalt unserer Partner_innen ist unsere Stärke.

Wir unterstützen dieses Anliegen und hoffen, dass wir gemeinsam am 1. Mai gegen die Neonazis vorgehen können. Der Dortmunder Polizeipräsident hat den Naziaufmarsch aktuell verboten, wir rechnen aber damit, dass die Gerichte wie im Vorjahr dieses Verbot wieder aufheben werden. Wir halten euch auf dieser Seite und über unsere Infokanäle auf dem Laufenden! Fahrt mit uns am 1. Mai nach Dortmund!

Antifa-Konzert am 17. April

Am 17. April veranstaltet die Autonome Antifa Rheine wieder ein Punkkonzert in der Baracke in Münster. Die amerikanische Punkband The Bloodtypes ist auf Europatour und bringt coolen Wavepunk mit. Es erwartet euch also rotziger Punk der noch genug Melodie zum Tanzen bereit hält. Neu dabei sind Svffer die ihre erste LP mitbringen und euch ein ultrahartes Hardcore-Grindgemisch bieten. Daneben werden euch die neuen Münsteraner Bands Oerk und Notions ihren Hardcorepunk um die Ohren ballern. Alle Gewinne werden für Anwaltskosten wegen der Roten Flora-Demonstration gespendet! Wie immer wird es einen Antifainfotisch geben, wo ihr auch die Soli-Jutebeutel mit den zwei bekannten Motiven, erwerben könnt!

Einlass ist 20 Uhr! Eintritt kostet 5 Euro!

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Pien Kabache am 11. April

Am Freitag, den 11. April findet wieder unser monatlicher Antifakneipenabend „Pien Kabache“ statt. Einlass ist um 20 Uhr im Don Quijote in der Nieberdingstr. 8 in Münster. Die Devise ist klar: Punkrock, Bier und Cocktails! Ihr seid herzlich eingeladen!

Der Abend wird von der Antifaschistischen Linken Münster, der Autonomen Antifa Emsdetten und der Autonomen Antifa Rheine veranstaltet.

Erinnern heißt kämpfen – Gemeinsame Anreise zur Antifa-Demo am 29. März in Dortmund

Am 29. März ver­an­stal­ten die An­ti­fa­schis­ti­sche Union Dort­mund und die Ju­gend­an­ti­fa Dort­mund eine De­mons­tra­ti­on gegen Na­zi­struk­tu­ren und rech­te Ge­walt in Dort­mund.

Aus Münster wird es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben. Treffpunkt ist um 12:25 Uhr auf Gleis 17 im Hbf Münster

Seit 2005 demonstrieren Antifa-Gruppen jedes Jahr, um an dem von einem Neonazi ermordeten Punk Thomas Schulz zu erinnern und Solidarität mit den Betroffenen rechter Angriffe einzufordern.

Dabei wol­len wir uns je­doch nicht nur auf Tho­mas Schulz und den in Dort­mund vom NSU er­mor­de­ten Meh­met Kubaşık be­schrän­ken, son­dern auch gegen die Ver­hält­nis­se, die diese Ge­walt erst er­mög­li­chen, de­mons­trie­ren. Nach dem Ver­bot des »Na­tio­na­len Wi­der­stands Dort­mund« (NWDO) durch das NRW-​In­nen­mi­nis­te­ri­um im Au­gust 2012 folg­te wenig spä­ter die Re­or­ga­ni­sa­ti­on der hie­si­gen Szene in der Par­tei »Die Rech­te«. Es hat sich daher ge­zeigt, dass Ver­bo­te nicht viel hel­fen, um Nazis zu be­kämp­fen.

heißt es im Aufruf zur diesjährigen Demo, die vom Hauptbahnhof zum von vielen Neonazis bewohnten Stadtteil Dorstfeld ziehen wird. Antifa-Gruppen aus Münster mobilisieren wie jedes Jahr nach Dortmund, weil es uns wichtig ist, den Nazi-Strukturen unseren Widerstand entgegenzusetzen. Wir machen uns stark für einen konsequenten und unabhängigen Antifaschismus!

29. März 2014 | 14.​00 Uhr | Dort­mund HBF (Vor­platz)

Kongress „Antifa in der Krise?!“ in Berlin

Die Gruppe Avanti (Teil der Interventionistischen Linken) lädt vom 11.-13. April zu einem übergreifenden Antifa-Kongress nach Berlin ein. Vor dem Hintergrund erstarkender rechter Bewegungen und Parteien in Europa sollen Herausforderungen und Strategien der antifaschistischen Bewegung diskutiert werden. Wie sind die Veränderungen im Lager der extremen Rechten zu bewerten? Welche Rolle spielen die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Zeichen der Krise? Welche Schwerpunkte sind in der eigenen Arbeit zu setzen? Wie können geeignete Gegenstrategien aussehen? In Deutschland wurden solche Fragen schon lange nicht mehr überregional diskutiert. Auch der Austausch mit Antifaschist*innen aus anderen europäischen Ländern zu diesen Fragen ist nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit. Der Kongress „Antifa in der Krise“ will dazu Gelegenheit bieten.

Zusammen mit Aktivist*innen aus anderen europäischen Ländern soll über die aktuelle Situation der Antifa und den Auswirkungen der Krise gesprtochen werden. Auftakt ist ein international besetztes Panel am Freitagabend zur rassistischen Mobilisierung in Europa und antifaschistischen Perspektiven mit Teilnehmer*innen aus Griechenland, Ungarn, Schweden und Frankreich. Am Samstagabend wenden wir uns der Situation in Deutschland zu. Unter dem Titel „Antifa in der Krise?!“ diskutieren Vertreter*innen verschiedener Spektren – von Initiativen, Beratungseinrichtungen bis zu Gewerkschaften – über Zustand und Herausforderungen der Antifabewegung in Deutschland. Samstag und Sonntagvormittag finden zudem vertiefende Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Das Programm ist umfangreich.

„My body my choice“ – Proteste gegen „Abtreibungsgegner*innen“ und fundamentalistische Christen


Auch in diesem Jahr wollen fun­da­men­ta­lis­ti­sche Christen und selbsternannte „Lebensschützer“ in Münster einen „Gebetsmarsch“ abhalten. Mit wei­ßen Holz­kreu­zen be­waff­net ziehen sie gegen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che und das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen, Ver­hü­tung, Sex vor der Ehe und Ho­mo­se­xua­li­tät zu Felde. Die­ser von der Organisation „Eu­ro­pro­li­fe“ or­ga­ni­sier­te Ge­bets­zug fin­det diesmal am22. März statt. Deswegen rufen feministische und antifaschistische Gruppen dazu auf, sich an um 11 Uhr am Bre­mer Platz (Hin­ter­aus­gang Haupt­bahn­hof) zu treffen. An der Route des „Gebetsmarsches“ fanden in den letzten fünf Jahren kreativer und lautstarker Protest statt. Seitdem sind die Teilnahmezahlen der „Abtreibungsgegner*innen“ stark eingebrochen. Wie 2013 wird es wieder eine eigene Demonstration geben, das Motto lautet: „Raise your voice! Your body, your choice“

Im Ge­gen­satz zu den christ­li­chen Fun­da­men­ta­list*innen, die Men­schen in ihren re­pro­duk­ti­ven Rech­ten ein­schrän­ken – ihnen also ver­weh­ren wol­len, über ihren Kör­per, ihre Se­xua­li­tät und ihre ge­schlecht­li­che Iden­ti­tät frei zu ent­schei­den –, for­dern wir das kon­se­quen­te Recht auf Selbst­be­stim­mung in allen Fra­gen zu Kör­per, Ge­schlecht­lich­keit und Re­pro­duk­ti­on. Dazu ge­hört das Recht auf selbst­be­stimm­te Se­xua­li­tät eben­so wie die freie Ent­schei­dung dar­über, (keine) Kin­der zu haben, der Zu­gang zu si­che­ren und be­zahl­ba­ren Ver­hü­tungs­mit­teln sowie das Recht auf me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung und Be­hand­lung. Selbst­be­stim­mung heißt für uns, eine au­to­no­me Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen, und die­ses Recht endet erst dort, wo die Selbst­be­stim­mung einer an­de­ren ei­gen­stän­di­gen Per­son an­fängt. Eine ei­gen­stän­di­ge Per­son ent­steht nicht be­reits im Mo­ment der Be­fruch­tung einer Ei­zel­le.

heißt es im Aufruf zur Demo.

22. März 2014 | 11.​00 Uhr | Bremer Platz Münster (Hinterausgang Hbf)

Weitere Informationen
1.) Hintergrundinfos zum Netzwerk der Abtreibungsgegner*innen
2.) Proteste 2009
3.) Proteste 2010
4.) Proteste 2011
5.) Proteste 2012
6.) Proteste 2013

Kämpa Showan!

Im schwedischen Malmö überfielen Neonazis in der Nacht des 8. März 2014 gezielt eine Gruppe von bekannten Antifaschist_innen. Zwei Opfer erlitten Messerstiche in Brust und Schulter, eines einen Lungendurchstich. Der 25-jährige Showan, ein Antifa-Aktivist und gegen Homophobie engagierter Ultra des Malmö FF, erlitt so schwere Hirnverletzungen, dass er in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Weltweit entwickelte sich die Parole „Kämpa Showan“ („Kämpf Showan“) als solidarischer Ausdruck der Verbundenheit und des Mitgefühls. Mittlerweile ist Showan wieder aus dem Koma erwacht.
Das Foto ist im Rahmen der Demonstration „Solidarität ist eine Waffe“ in Emsdetten entstanden. Gestern demonstrierten dort rund 200 Personen gegen die ausbeuterischen Zustände im fleischverarbeitenden Betrieb „Fine Food“ und solidarisierten sich mit den Kämpfen der dort angestellten Wanderarbeiter_innen aus Osteuropa. Die Demo zog durch die Innenstadt bis zu den Wohnblöcken an der Taubenstraße, wo die Arbeiter_innen untergebracht sind.

14. März: Pien Kabache im Exil

Der Club Courage ist nicht mehr, Anfang des Monats schloss er seine Türen. Wir wollen mit unserem – gemeinsam mit den Antifas aus Rheine und Emsdetten durchgeführten – Kneipenabend „Pien Kabache“ aber weitermachen. Deswegen waren wir auf der Suche nach einem neuen geeigneten Ort und sind erst einmal im Interkulturellen Zentrum DonQuijote untergekommen. Das DonQui befindet sich seit einiger Zeit am Nieberding – aber keine Angst, so weit draußen ist das gar nicht. Vom Hauptbahnhof sind es keine 10 Minuten mit dem Fahrrad, die Buslinien 6 und 8 bringen euch ebenfalls hin.
Der Kneipenabend beginnt um 21 Uhr. Vorher, ab 19 Uhr, findet im Donquijote eine Veranstaltung zu den Protesten gegen den sog. 1000-Kreuze-Marsch christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen statt. Informiert euch dort und geht mit uns am 22. März auf die Straße.
Also dann: Wir sehen uns am 14. März im DonQuijote!

PS: Wer es immer noch nicht weiß: „Pien Kabache“ ist Masematte und heißt so viel wie „Trink-Stube“.

Protestaktion anlässlich der Bischofskonferenz

Zurzeit findet in Münster die Bischofskonferenz der katholischen Kirche statt, zu der auch der nigerianische Kardinal John Onaiyekan geladen ist. Ein queer-feministisches Kollektiv ruft deswegen zu einer Protestaktion gegen Homophobie und patriachale Strukturen auf, die am Donnerstag ab 12:30 Uhr vor dem Borromaeum – dem bischöflichen Priesterseminar, Domplatz 8 – in Münster stattfinden wird. Im Aufruf zur Aktion heißt es:

Wir – ein Kollektiv queer- feministischer Aktivist_innen aus Münster – protestieren dagegen, dass der umstrittene nigerianische Kardinal John Onaiyekan von der Deutschen Bischofskonferenz eingeladen wird.
Onaiyekan befürwortet schwerste Menschenrechtsverletzungen in seiner nigerianischen Heimat. Homosexuellen Menschen drohen bei Eingehen einer gleichgeschlechtlichen Partner_innenschaft in Nigeria seitdem bis zu 14 Jahre Haft, bis zu zehn Jahre für die Gründung und Unterstützung lesbischer und schwuler Organisationen. In einigen Teilen des Landes droht unter der Scharia sogar noch die Todesstrafe.
Onaiyekan unterstützte im Januar 2014 die Verschärfung des Homosexuellen – Gesetzes in Nigeria, denn „viel zu lange hätten Homosexuelle mit ihrem üblen Glauben die Welt als Geisel genommen“. Er appellierte an die nigerianische Regierung, entgegen der internationalen Proteste standhaft zu bleiben und die deutlich verschärfte Gesetzgebung zu beschließen. Die nigerianische Bischofskonferenz bezeichnete die Verschärfung als „einen Schritt in die richtige Richtung“.
Deshalb rufen wir dazu auf, sich am Donnerstag ab 12:30 Uhr vor dem Borromaeum – dem bischöflichen Priesterseminar, Domplatz 8 in 48143 Münster – zu versammeln und lautstark mit entsprechenden Botschaften zu protestieren. Wer möchte kann seinen_ihren Protest auch küssend in Form eines „Queer Kiss – Ins“ (entsprechende Ansage abwarten) ausdrücken. Außerdem fordern wir die Bischofskonferenz auf, sich von den menschenverachtenden Ansichten ihres Gastes öffentlich zu distanzieren!

Gegen Homophobie und Patriarchat! Für eine freie und emanzipatorische Gesellschaft!

Warendorf: Neonazi betreibt Tattoo-Studio „Blut, Schweiß und Tränen“

In Warendorf betreibt der Neonazi Sven Rüschhoff das Tattoo-Studio „Blut, Schweiß & Tränen“. Sven Rüschhoff war in den Reihen der mittlerweile aufgelösten „Nationalen Sozialisten Münster“ aktiv. Rüschhoff ist aber seiner rechten Gesinnung treu geblieben. Auf „Indymedia Linksunten“ wurden nun Informationen zur Person und seinem Unternehmen veröffentlicht. Weiter heißt es in dem Bericht: (mehr…)



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