Barkindho bleibt!


Die Klage auf Bleiberecht des Saerbecker Asylbewerbers Barkindho D. wurde abgelehnt. Trotz religiöser Verfolgung, Morddrohungen gegen seine Person, seit Jahrzehnten andauerndem Krieg in Guinea und einer aktuellen Ebola-Epidemie sah der Richter des Verwaltungsgericht in Münster keine stichhaltigen Gründe für eine Gefährdung des Klägers. Barkindho droht damit die Abschiebung!
Die Initiative „Barkindho bleibt“ will dies nicht zulassen und bereitet Aktionen gegen eine mögliche Abschiebung vor. (Aktionsplan) Unterstützer*innen können sich auch in einen SMS-Verteiler eintragen lassen.
Außerdem soll am 1. November 2014 in Münster eine Demonstration unter dem Motto „Bleiberecht für Alle! Finger weg von Bardkindho“ stattfinden. Start ist um 14 Uhr vor der Ausländerbehörde am Ludgeriekreisel. (Mehr Infos…)

„Neuverhandlungen des Holocaust“ Konferenz der VVN/BdA

Am Sonntag, den 9. November veranstaltet die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) eine Konferenz mit dem Titel „Neuverhandlungen des Holocaust“ im Bennohaus in Münster, die aktuelle Herausforderungen von Gedenkstättenpädagogik zu und Erinnerungskultur an die Verbrechen der Nationalsozialismus diskutieren möchte. Mit Beiträgen von Dr. Kirstin Frieden, Kulturwissenschaftlerin, München; Jakob Smigla-Zywocki, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter Gedenkstätte Villa ten Hompel und Franz-Hitze-Haus, Münster; Prof. Dr. Ingo Zimmermann, Pädagoge, Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster; Prof. Dr. Herbert Schui, Professor für Volkswirtschaftslehre (emerit.), Hamburg. Zum Programm (pdf) geht es hier.
Der Eintritt zur Konferenz ist frei. Konferenzteilnehmende erhalten eine Vergünstigung auf die Konzertkarten des im Anschluss stattfindenden Konzerts von Ester Bejarano, Auschwitz-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz Komitees, und der HipHop-Band Microphone Mafia.

Sonntag, den 9. November 2014 // 12 bis 22Uhr // Bennohaus //Bennostr. 5 // 48155 Münster

Rückblick zum Naziaufmarsch am 03.10 in Hamm: Blockaden und Demonstration


Am 03.10 sind in Hamm über 1000 Menschen auf der Straße gewesen um unter dem Motto „Entschlossen gegen rechtes Gedankengut – Vom Stadtrat bis zum Stammtisch“ gegen die menschenverachtende Partei „Die Rechte“ zu demonstrieren. Der Tag begann aber für viele nicht wie erwartet: Direkt zu Beginn wurde die Anreise der Neonazis blockiert. (mehr…)

Biji Rojava – Es lebe Rojava!

Infoveranstaltung über den Kampf der Kurd*innen in Syrien

Seit drei Wochen berichten die Medien von den Kämpfen zwischen Kurd*innen und der Terror-Miliz „Islamistischer Staat“ (IS) um die Stadt Kobane im Norden Syriens. Kobane gehört zu den Regionen Syriens, in denen die überwiegend kurdische Bevölkerung Selbstverwaltungsstrukturen schaffen konnten; Rojava. An deren Erhalt haben offenbar weder die Türkei noch die USA ein Interesse. Während die kurdische Regionalregierung im Nord-Irak inzwischen auch von Deutschland mit Waffen beliefert wird, müssen in Kobane die Kruden mit Sturmgewehren gegen die US-Panzer kämpfen, die der IS von der irakischen Armee erbeutet hat. Martin Glasenapp, der für die Hilfsorganisation medico international bis vor Kurzem in Kobane war, berichtet auf der Informationsveranstaltung in Münster.

13. Oktober 2014 // 19:30 Uhr // Hörsaal S8 im Schloss // Münster

Die Veranstaltung wird organisiert von: Interventionistische Linke Münster, attac Münster, Institut für Theologie und Politik, Befreiungstheologisches Netzwerk

„Pien Kabache“ am 10. Oktober

Die nächs­te Pien Kabache fin­det am 10. Ok­to­ber, wie jeden 2. Frei­tag im Monat, in der Ba­ra­cke (Scharnhorststr.​100) statt. Unser Motto bleibt gleich: Punk­rock, Bier und Cock­tails. Ihr seid herz­lich ein­ge­la­den. Der Ein­tritt ist um­sonst und ab 20 Uhr geht es los – kommt vor­bei! Auch dies­mal könnt ihr un­se­re schi­cken Pien Ka­ba­che – Ju­te­beu­tel kau­fen.

Der Abend wird von der An­ti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Müns­ter, der Au­to­no­men An­ti­fa Ems­det­ten und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne, ver­an­stal­tet. Eine Weg­be­schrei­bung zur Ba­ra­cke fin­det ihr hier.

Kein Naziaufmarsch am 3. Oktober in Hamm


Treffpunkt Münster: 11 Uhr, Vorplatz Hauptbahnhof

Am 3. Oktober 2014 wollen Nazis in Hamm aufmarschieren. Schon wieder. Am „Tag der deutschen Einheit“ glauben sie offenbar, hätten auch ihre nationalistischen Phrasen einen Platz – das haben sie aber nicht! Schon seit Jahren existiert in Hamm eine aktive Naziszene. Seit 2003 trat sie als „Kameradschaft Hamm“ in Erscheinung – durch Gewalttaten, Propaganda und Aufmärsche. Seitdem im August 2012 die „Kameradschaft Hamm“ verboten wurde, organisieren sich die selben Neonazis unter dem Dach der Partei „Die Rechte“. (mehr…)

Gemeinsam nach München zum NSU-Prozess – Keupstraße ist überall

Wir unterstützen den Aufruf der Initiative „Keupstraße ist überall“ zur gemeinsamen Aktion in München, wenn dort im NSU-Prozess der Anschlag in der Kölner Keupstraße thematisiert wird:

Die Keupstraße ist bekannt als die zentrale Geschäfts- und Wohnstraße der ›türkischen Community‹ in Köln; weit über die Stadtgrenzen hinaus. Am 9. Juni 2004 explodierte am helllichten Tag auf der Keupstraße eine von Nazis gezündete Nagelbombe. Das Ziel war es möglichst viele, vermeintlich nicht- deutsche Menschen zu töten und zu verletzen und deren anliegende Geschäfte und Häuser zu zer- stören. Nur durch glückliche Zufälle hat dieser Anschlag durch den Nationalsozialistischen Untergrund keine Todesopfer gefordert. Er steht in einer rassistischen Kontinuität, die seit dem Mauerfall weit über 100 Menschen das Leben kostete und nicht nur unter Migrant_innen entsetzliches Leid verursachte. (mehr…)

Solidarität mit den Angegriffenen aus Kobane/Rojava!

Wichtige Information: Die Solidaritäts-Demo ist von den VeranstalterInnen – der Kurdischen Jugend Münster und YXK Münster – abgesagt worden und findet heute nicht statt!

In diesem Sommer haben schwer bewaffnete Banden des Islamischen Staats (IS) große Teile Syriens und des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht. Alle ethnischen und religiösen Bevölkerungsgruppen in der Region sind von den Angriffen und der Barbarei dieser Terrorbanden betroffen, die in den von ihnen besetzen Gebieten ein „Kalifat“ ausgerufen hat, Scharia-Gesetze verhängt und mit großer Gewalt vorgeht. Der IS kennt kein Erbarmen und verübt Massenmorde an VertreterInnen aller anderen Religionsgemeinschaften und politischen Auffassungen. Bislang konnten die IS-Kämpfer an der Grenze der autonomen kurdischen Region gestoppt werden. Seit dem 15. September greifen sie mit tausenden Dschihadisten den kleinen Kanton Kobane in der selbstverwalteten Region Rojava/Nord-Syrien an, wo sich auch hunderttausende Flüchtlinge aus anderen Landesteilen und dem Nordirak aufhalten. Viele zehntausende Flüchtlinge sind nun in die Türkei geflohen.

Im syrischen Bürgerkrieg gewann der IS an Stärke, durch schnelle Siege gegen die irakische Armee konnte er schwere Waffen erobern. Dass der IS heute so stark ist, liegt einerseits daran, dass er aus Staaten wie Saudi-Arabien, Katar und der Türkei Unterstützung bekommt, andererseits schweigt die internationale Gemeinschaft zu den Gräueltaten und kann sich kaum zu einer Unterstützung der demokratischen Kräfte im kurdischen Gebiet durchringen. Zudem kämpfen auf Seiten des IS große Gruppen von Dschihadisten aus dem Ausland, auch aus Deutschland sollen mehrere hundert Salafisten nach Syrien gereist sein.

Um gegen den Vormarsch des „Islamischen Staats“ zu protestieren und um Solidarität mit den angegriffenen Menschen zu zeigen, findet am 24. September um 16 Uhr eine Demonstration vor dem Münsteraner Bahnhof statt. Diese wird organisiert von der Kurdischen Jugend Münster und dem Dachverband der kurdischen Studierenden (YXK). Weitere Informationen finden sich hier. Wir rufen dazu auf, an dieser Demonstration teilzunehmen.


Solidarität mit den Angegriffenen aus Kobane!
Schluss mit der Unterstützung des IS!

24.09 | 16 Uhr | Bhf Münster>/strike>

Kein Festkommers der Rhenania im Rathaus

Die „Landsmannschaft Rhenania“, eine Studentenverbindung aus dem Dachverband „Coburger Convent“, möchte 2016 einen großen Festkommers im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses abhalten. Die Rhenania steht in den Jahren 2015/2016 dem „Coburger Convent“ vor. Mit den Stimmen von SPD, Grüne, Die Linke, Piraten und ÖDP hat der Haupt- und Finanzausschuss des Rats der Stadt Münster diesem Wunsch widersprochen, da es sich bei der Rhenania um eine schlagende Verbindungen handelt und sie – wie die große Mehrheit der Studentenverbindungen auch – keine Frauen als Mitglieder aufnimmt. CDU und AfD stimmten für eine Überlassung des Rathauses an die „Landsmannschaft“. Auch Oberbürgermeister Lewe setzt sich für die Rhenania ein und hat den Beschluss mit Verweis auf das Recht auf Gleichbehandlung beanstandet. (siehe Artikel in der MZ)
Das Spektrum der Studentenverbindungen ist differenziert, die meisten vertreten aber eine konservative politische Ausrichtung. Besonders die „Deutschen Burschenschaft“ (DB) und ihre Mitgliedsbünde (in Münster: die Burschenschaft Franconia), die „Deutsche Gildenschaft“ sowie einzelne Bünde des „Vereins Deutscher Studenten“ (VDST) fallen immer wieder durch extrem rechte Äußerungen, Kontakte in das Rechtsaußenlager und Neonazis in ihrer Mitgliedschaft auf. Auch der „Coburger Convent“ kann sich von Kontakten nach Rechtsaußen nicht freisprechen. Als Beitrag zur aktuellen Diskussion dokumentieren wir im Folgenden einen im Jahr 2010 erschienenen Beitrag aus der Zeitschrift LOTTA, der sich mit den damaligen Konflikten um die politische Ausrichtung des „Coburger Convents“ beschäftigt. Auch unabhängig von einer Betätigung im Rechtsaußenlager lehnen wir die Vergabe städtischer Räumlichkeiten an eine schlagende Studentenverbindung ab. Es handelt sich bei ihnen um elitäre Männerbünde, die sich in ihren zweifelhaften Praktiken wie dem Fechten mit scharfen Waffen auf „Traditionen“ berufen, aber letztendlich ein Anchronismus an den Hochschulen darstellen und nicht unterstützenswürdig sind. (mehr…)

AfD-Gruppe im Rat hat sich aufgelöst

Die Gruppe der „Alternativen für Deutschland“ im Rat der Stadt Münster existiert nicht mehr. Der AfD-Ratsherr Richard Mol gab jüngst seinen Rückzug aus der Partei bekannt, will sein Mandat aber behalten. Hintergrund für den Rückzug Mols ist eine Rede, die er in der letzten Ratssitzung hielt und die auf starke Kritik stieß. Darin hatte Mol die Einrichtung neuer Kita-Plätze als Angriff auf die Grundlagen der Verfassung gebrandmarkt. Neue Kita-Plätze würden die Wahlfreiheit von Eltern, die ihr Kind lieber zu Hause betreuen, als auch die Arbeit von Tagesmüttern gefährden. Mol äußerte sich nach seinem Rückzug in einer Pressemitteilung zu den umstrittenen Äußerungen: „Es ist wahr, der Beitrag zum Thema Kita-Ausbau in der letzten Sitzung des Rates war grottenschlecht.“ Er habe aber nicht seine persönliche Meinung, sondern die Mehrheitsmeinung der Partei vertreten. (Zum Artikel der „Münsterschen Zeitung“) (mehr…)



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